Cast & Crew
- entwickelt von: Max Borenstein
- Darsteller: Stark Sands, Meagan Good, Nick Zano, Daniel London, Laura Reagan u.a.
- Ausf. Produzenten: Borenstein, Mark Mylord, Darryl Frank, Justin Falvey, Kevin Falls, Steven Spielberg
- Musik: Sean Callery
- Produktion: 20th Century Fox, Paramount, Amblin
- knüpft an Steven Spielbergs gleichnamigen Sci-Fi-Film an
- literarische Vorlage von Philip K. Dick
Die Anfangsszene aus der TV-Serie «Minority Report» schafft gleich klare Verhältnisse: Es geht actionreich zu, futuristisch und schnell. «Minority Report» spielt elf Jahre nach dem gleichnamigen Steven-Spielberg-Film und nimmt diesen als Grundlage. Im Mittelpunkt stehen erneut die sogenannten Precogs, drei Geschwister mit übersinnlichen Fähigkeiten: Sie empfangen Visionen von zukünftigen Morden. Damals, im Jahr 2054, wurden sie eingesperrt, vom Staat als Orakel benutzt. Die präventive Verbrechensbekämpfung war erfolgreich, hatte aber Fehler. Bald wurde sie eingestellt, die Precogs auf eine einsame Insel entlassen. Abseits der Zivilisation, aber frei.
Die Serie erzählt den Weg der Precogs zurück ins Leben. Dash will seine Gabe nutzen und Menschen retten – doch ohne seine Geschwister ist dies umso schwieriger. Nur zu dritt sind die Visionen vollständig. Schwester Agatha will auf der Insel jedoch ihr einsames Leben weiterführen, Bruder Arthur ist erfolgreicher Unternehmer, hat mit der Verbrechensbekämpfung abgeschlossen. Bleibt also das eine Drittel, Dash. Er macht gemeinsame Sache mit Detective Lara Vega, die nicht nur seine berufliche Partnerin wird. Sie hilft ihm auch, sich einzufinden in ein Leben als normaler Bürger – nicht stigmatisiert, nicht geächtet.
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Immerhin fühlt sich der Pilotfilm nicht überladen an; die durchaus zahlreichen Charaktere werden an den passenden Stellen eingeführt. Leider reißt das Schicksal der drei Precogs umso weniger mit, da über Dashs Geschwister nichts verraten wird, um Interesse zu wecken. Und warum gerade Dash selbst ein solcher barmherziger Samariter ist und die anderen beiden nicht, bleibt eine offene Frage. Genauso wie die auffälligen Logiklöcher, die man hinterlässt. Auch storytechnisch macht es sich die Serie einfach: Immer, wenn etwas passieren soll, hat Dash die entsprechende Vision dazu. Dies wirkt anfangs noch spannend, ist spätestens aber beim siebten Mal nur noch ermüdend und – im wahrsten Sinne des Wortes – vorhersehbar.
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Die Serie funktioniert damit nur noch über die Popcorn-Schiene: als anspruchsloser futuristischer Krimi im Stile von «Scorpion» und «Almost Human». Technisch ist man auf hohem Niveau, die Effekte wirken gut. Einige witzige Ideen des zukünftigen digitalen Alltagslebens werden gekonnt präsentiert, ähnlich wie es der Spielberg-Film damals vormachte. Eine gute Serie wird «Minority Report» damit trotzdem nicht.