Unsere Kritik zum Weimar-«Tatort»
In kaum einem anderen «Tatort» spielt das Privatleben der Ermittler eine derart dominante Rolle wie in den Ausgaben aus Weimar. Das hat sich seit der Geburt von Lessings und Dorns gemeinsamen Kind noch einmal verstärkt. Und so kann selbst der ziemlich drastisch gezeigte Eröffnungsmord an einer reichen Unternehmerin nicht die notwendige Atmosphäre kreieren, wenn sich kurz nach der bestialischen Erschlagung mit einem Fleischerhammer (!) und dem dazugehörigen Todesschrei alles darum dreht, ob die jungen Eltern für ihr Kind nun dauerhaft ein Au-Pair-Mädchen engagieren, oder sich doch lieber alleine mit der Säuglingsbetreuung herumschlagen wollen.Hier weiterlesen im Text unserer Autorin Antje Wessels
Nachfolgend setzte Das Erste ab 21.45 Uhr auf die neue Krimireihe «Kommissar Van der Valk», die vor 2,86 Millionen Zuschauern anlief. Die Quote sackte auf 11,4 Prozent Marktanteil nach unten. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 5,4 Prozent gemessen, was angesichts des starken Vorlaufs natürlich etwas wenig ist.
Am Vormittag setzte der öffentlich-rechtliche Sender derweil auf die Übertragung des Pfingstgottesdienstes. Ab zehn Uhr schauten im Schnitt 0,83 Millionen Menschen zu – 0,78 Millionen gehörten davon nicht zu den 14- bis 49-Jährigen. Anders gesagt: Aus dieser Altersklasse versammelten sich nur 0,05 Millionen Menschen zum Gottesdienst vor dem Bildschirm. Die gemessene Quote lag bei zwei Prozent. Insgesamt kam die einstündige Übertragung auf 10,4 Prozent und lief somit deutlich besser als das um 11.05 Uhr gestartete «Liebe ist das schönste Geschenk». Hier sank die Zuschauerzahl auf 0,58 Millionen, insgesamt lag die ermittelte Quote bei schwachen 6,3 Prozent. Bei den jungen Leuten ging es sogar runter auf desaströse 1,1 Prozent Marktanteil.
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel