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Und was war es für ein vielversprechender Start, den «Supergirl» auf ProSieben Mitte März hinlegte. In einer Doppelprogrammierung gelangen der Comicserie zu Beginn grandiose 14,5 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe – damit lag die Superheldin fast drei Prozentpunkte über dem Senderschnitt. Die zweite Folge des Abends generierte zu späterer Stunde sogar 16,6 Prozent Marktanteil und verzeichnete damit auch schon den Staffelhöhepunkt. In der Folgewoche fiel die Quote auf 11,5 Prozent – immer noch ein guter Wert, wenngleich schon deutlich näher am ProSieben-Senderschnitt.
Und damit fanden die glorreichen Zeiten der «Supergirl»-Ausstrahlung beim Unterföhringer Sender schon ihr Ende. Denn bereits in der dritten Woche fiel die Serie in ein tiefes Loch: am 29. März fand das Test-Länderspiel zwischen Deutschland und Italien statt und es raubte der Superheldin jegliche Kraft. Da ein Drittel der jungen Zuseher die Fußballpartie verfolgten, entschieden sich nur noch 6,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen für «Supergirl». Die Einschaltquote brach um fast die Hälfte ein, der Staffeltiefpunkt wurde erreicht.
Zwar ging mit dem Quoteneinbruch auch ein massiver Zuschauerverlust einher (knapp eine halbe Million weniger), jedoch waren jene 0,88 Millionen Menschen die solide Basis für die kommenden 16 Wochen. Denn nachdem die Serie zu Beginn tolle 1,63, 1,43 und 1,32 Millionen Zuschauer erreichte, verblieb ab der dritten Ausstrahlungswoche immerhin eine treue Fanbasis. Im Schnitt sahen von da an 0,85 Millionen Zuschauer zu, wobei die Zahl zwischen 0,70 und 1,00 Millionen pendelte. Nur die ersten drei Folgen zogen den Gesamtschnitt der Staffel auf 0,94 Millionen ordentlich nach oben. Dabei waren knapp 80 Prozent der Zuschauer zwischen 14- und 49 Jahre alt; zu Beginn waren noch 1,25 Millionen in diesem Alter, den Tiefpunkt erreichte man mit 0,59 Millionen Werberelevanten während der drittletzten Folge.
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Die zweiwöchige Pause, die man «Supergirl» im Juni verordnete, war wohl auch nicht die beste Idee. Am 31. Mai und 7. Juni befand sich die Serie nach desolaten 6,8 Prozent Marktanteil mit 8,0 und 9,2 Prozent sogar im Aufwind. Doch zum Re-Start am 28. Juni war die Energie wieder verpufft: nur noch 7,2 Prozent standen auf dem Papier. Immerhin: danach ging es wieder minimal aufwärts.
Letztlich muss man aber festhalten, dass «Supergirl» nach den tollen ersten beiden Wochen nicht mehr in der Lage war, den Senderschnitt zu erreichen. Zwischen der vierten und letzten Episode kam die Superheldenserie nur noch auf durchschnittlich 8,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Erst zum Schluss der Staffel drehte «Supergirl» nochmal auf und sprang während der finalen Episode sogar in die Nähe des Senderschnitts. 10,5 Prozent verbuchte die Serie am 2. August – mit genau einer Million Zuschauer durchbrach sie sogar zum ersten Mal seit der dritten Folge diese psychologisch wichtige Reichweite.
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