Autorenstreik führt zu Werbeflaute

Das könnte dazu führen, dass die Preise für Werbung viel niedriger ausfallen.

Die Autoren und Schauspieler bitten um bessere Gagen, doch die Verhandlungen sind zäh. Jetzt müssen Unternehmen wie Paramount, Comcast, Disney, Fox und Warner Bros. Discovery selbst ein Geduldsspiel spielen.

Fernsehsender wie CBS, NBC und ABC verkaufen in der Regel 70 bis 80 Prozent ihres Inventars im Vorfeld, so dass der Rest als Streuwerbung gehandelt wird, d. h. als Werbung, die je nach Bedarf verkauft wird, je näher der Zeitpunkt rückt, zu dem die Werbespots laufen müssen. Die Chancen stehen gut, dass die Sender mehr zurückhalten, um sie als "Streuwerbung" zu verkaufen, weil sie darauf setzen, dass sich die Wirtschaft erholt und potenzielle Sponsoren bereit sind, nach dem Warten einen Aufschlag zu zahlen.

Gegenwärtig verspüren die Finanzchefs der großen TV-Werbekunden "keinen Druck, Geld auf den Tisch zu legen", sagt eine mit den laufenden Verhandlungen vertraute Führungskraft. "Hoffen wir, dass es später kommt", fügt diese Führungskraft hinzu. "Wenn es später in kleinen Schritten kommt, wird es uns allen gut gehen.
28.06.2023 09:42 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/143236