Primetime-Check: Mittwoch, 12. Januar 2011

Wie kam der neue Mittwoch bei ProSieben an? Konnte «How I Met Your Mother» punkten? Wie lief es für die US-Serien bei VOX? Wie viel Menschen sahen «Die Schatzinsel» bei Sat.1?

Die höchste Reichweite am Mittwochabend hatte «Deutschland sucht den Superstar», das auf 6,81 Millionen Zuschauer kam. Dicht dahinter folgte die Tätersuche bei «Aktenzeichen XY … ungelöst» im ZDF. 5,38 Millionen Deutsche waren bei der TV-Fahndung beim Mainzer Sender dabei. Entsprechend fielen auch die Einschaltquoten gut aus. Mit 15,7 Prozent Marktanteil hatte die ZDF-Sendung beim Gesamtpublikum einen starken zweiten Platz erzielt. Außerdem schauten 1,33 Millionen junge Menschen zu, doch in der Zielgruppe kam die Sendung nicht über 9,5 Prozent Marktanteil hinaus. Das anschließende «heute-journal» lockte noch 4,14 Millionen Zuschauer, was mit 13,4 Prozent Marktanteil bei allen ebenfalls einen sehr guten Wert darstellte. Die Nachrichtensendung konnte folglich von «Aktenzeichen XY … ungelöst» profitieren. Den ARD-Film «Die fremde Familie» sahen am Mittwochabend 4,66 Millionen Zuschauer. Er brachte dem Ersten 13,6 Prozent Marktanteil ein. Im Anschluss sahen noch 3,86 Millionen Bundesbürger die Sendung «ARD-exclusiv: Der Drückerkönig und die Politik». Sie hatte 12,5 Prozent Marktanteil der Zuseher ab 3 Jahren eingebracht.

In der wichtigen Zielgruppe gewann «Deutschland sucht den Superstar», das stolze 32,9 Prozent Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen verbuchte. 4,55 Millionen Junge schauten die Casting-Show. Auch schnitt eine neue Folge von «Doctor’s Diary – Männer sind die beste Medizin» durchweg solide ab. Mit 19,4 Prozent Marktanteil hatte man einen sehr guten Wert am Mittwochabend erzielen können, der deutlich über dem RTL-Schnitt lag. Insgesamt schauten 3,72 Millionen Bundesbürger zu. Von den Werberelevanten waren 2,68 Millionen Zuschauer vertreten. Im Anschluss konnte «stern TV» mit Steffen Hallaschka ebenfalls überzeugen. Die erste Sendung mit dem neuen Moderator erzielte 19,1 Prozent Marktanteil der Umworbenen und hatte insgesamt 3,06 Millionen Zuschauer. Weniger großen Anklang fand das dreistündige «Die Schatzinsel»-Abenteuer bei Sat.1, das 1,98 Millionen Deutsche insgesamt vor den Fernseher lockte. Mit der Ausstrahlung beider Teile der Eigenproduktion hintereinander hatte der Bällchensender lediglich 6,9 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe einfahren können. Der Spielfilm-Event geriet also zum Sat.1-Flop am Mittwoch. Denn die beiden Doppelfolgen von «Desperate Housewives» zum Start der siebten Staffel bei hatten mit 14,1 und 16,2 Prozent Marktanteil ebenfalls eingeschlagen. 2,23 und 2,56 Millionen Zuschauer hatten insgesamt zugeschaut. Anschließend gab es zwei Folgen von «How I Met Your Mother», das mit der fünften Staffel in der Primetime begann. Auch die US-Sitcom erzielte gute Werte: Mit 12,8 und 14,4 Prozent Marktanteil der Werberelevanten hatte man sehr gute Einschaltquoten verbucht. 1,49 und 1,40 Millionen Zuschauer hatten die beiden Episoden ab 22.15 Uhr.

Keinen großen Erfolg hatte RTL II hingegen mit «Wargames 2 – Der Todescode». Denn der Spielfilm kam über schwache 5,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe nicht hinaus. Insgesamt hatten auch nur 1,24 Millionen Zuschauer den Münchner Sender eingeschaltet. Da hatte kabel eins mit einem US-Blockbuster weitaus bessere Karten: «Die neun Pforten» hatte 1,70 Millionen Zuschauer eingebracht. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden gute 8,2 Prozent Marktanteil gemessen, so dass der Film für kabel eins ein voller Erfolg war. Von den Jungen hatten 1,08 Millionen zugeschaut. VOX setzte weiterhin auf seine beliebten Crime-Serien, die auch die diesmal allerdings nicht ganz so sehr punkten konnten wie in der jüngsten Vergangenheit. «Law & Order: Special Victims Unit» hatte beispielsweise 2,08 Millionen Zuschauer insgesamt vorzuweisen. Bei der für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauergruppe kam die US-Serie auf 6,1 Prozent Marktanteil und rutschte damit unter den Senderschnitt von VOX. «Lie To Me» lag im Anschluss zwar mit 8,7 Prozent Marktanteil der 14 bis 49-jährigen deutlich darüber, doch hatte die US-Serie schon weitaus bessere Werte geliefert. 2,43 Millionen Menschen hatten eingeschaltet, von den Werberelevanten hatten 1,21 Millionen zugesehen.
13.01.2011 09:40 Uhr  •  Jürgen Kirsch Kurz-URL: qmde.de/47021