ProSieben Maxx punktet mit untypischer Filmprogrammierung

Der digitale Spartensender aus dem Hause ProSiebenSat.1 schnitt am Sonntagabend richtig gut ab – und das mit einem Spielfilm, den man auf diesem Kanal nicht unbedingt erwarten würde.

Hinter den Kulissen

  • Regie: Rob Reiner
  • Drehbuch: Justin Zackham
  • Produktion: Alan Greisman, Neil Meron, Rob Reiner, Craig Zadan
  • Musik: Marc Shaiman
  • Kamera: John Schwartzman
  • Schnitt: Robert Leighton
Bei ProSieben Maxx tut sich was. Neuer Claim, neue Programmfarben am Sonntagabend: Zum Start als jugendliche, kernige Alternative zu den sogenannten „Männersendern“ DMAX und RTL Nitro dargestellt, zeigte der Privatsender nun zum Auftakt der Sonntags-Primetime den Spielfilm «Das Beste kommt zum Schluss». Eine wahrlich ungewöhnliche Programmentscheidung. Schließlich lief die Tragikomödie mit Morgan Freeman und Jack Nicholson, über zwei ältere Herren, die ihre letzten Wochen auf Erden spaßig hinter sich bringen wollen, nicht nur bereits bei kabel eins. Sie lief auch bei Sat.1 und bei „der Senderin“ sixx.

«Das Beste kommt zum Schluss» bewies am Sonntagabend aber nicht nur, wie arbiträr die Trennung zwischen „Frauensender“ und „Männersender“ ist, sondern auch, dass die Regiearbeit von Rob Reiner noch immer zieht. 0,25 Millionen Gesamtzuschauer brachten dem Film gute 0,8 Prozent Marktanteil ein, bei den Umworbenen reichten 0,15 Millionen für sehr gute bis tolle 1,6 Prozent.

ZDFneo dagegen blieb sich selbst treu und zeigte zur besten Sendezeit einen Krimi. «Der Kommissar und das Meer» ging mit einer weiteren alten Folge an den Start und bescherte dem Digitalsender 1,27 Millionen Zuschauer sowie beachtliche 4,1 Prozent Marktanteil insgesamt. «Mord in den Dünen» schloss mit 0,67 Millionen und 2,7 Prozent an.
01.08.2016 10:07 Uhr  •  Sidney Schering Kurz-URL: qmde.de/87194