14 Stunden 9Live – Der ganz normale Wahnsinn

Die Kino-Kritiker: «Interstellar»
Ich habe meinen Samstag im November 2014 freigeräumt, um mir den von Sidney Scherings empfohlenen Film «Interstellar» anzuschauen. „Überwältigend! Christopher Nolan gelang mit diesem aufwändigen wie komplexen Science-Fiction-Abenteuer ein weiterer Geniestreich“, sagte mein Kollege über den Macher der «Batman»-Trilogie und dem «Inception»-Regisseur. Doch leider gehöre ich zu den Menschen, die den Film echt nicht toll finden. Das Bücherregal am Anfang ist so prominent platziert, dass jeder, selbst ein Laie erkennen sollte, dass das für das Finale benötigt wird. Von dort bekommt er Koordinaten, mit der er eine versteckte NASA-Basis entdeckt. Dort arbeitet „zufällig“ sein alter Chef, der ihn unbedingt benötigt. Wieso ruft er eigentlich nicht einfach an?
Die drei entdeckten Welten sind äußerst einfach gezeichnet: Der eine besteht aus reinem Eis, der nächste nur aus Steinen und wieder einen aus Wasser mit gigantischen Wellen und einer Gravitation, die auf dem Planeten so stark ist, dass ein weiterer Astronaut auf dem Schiff um 20 Jahre gealtert ist. Der Höhepunkt ist das Eintreten in eines Ereignishorizontes mit einem riesigen Tesserakts. Wie das alles möglich sein soll, wird nicht geklärt. Christopher Nolan ist ein guter Geschichtenerzähler, aber an «Interstellar» scheiden sich die Geister.
Baran Bo Odar erlebt mit 32 Jahren sein Leinwanddebüt
Im vergangenen Jahr überzeugte der gebürtige Schweizer Baran Bo Odar mit seinem Seriendebüt. «Dark» wurde nicht nur in Deutschland zum „Talk of the Town“, sondern soll auch international ein Hit gewesen sein. Quotenmeter sprach schon im Jahr 2010 über den Regisseur. Damals brachte er den Film «Das letzte Schweigen» in die Kinos.
Weißt du noch, als «Galileo» auf mysteriösen Wegen wandelte?

Sat.1 - der Sender ohne Vergangenheit
Quotenmeter-Chefredakteur Manuel Weis beleuchtet die Probleme von Sat.1 sehr treffend. Unter anderem verfolgt jeder Chef das gleiche Schema: Neues Magazin im Style des «Frühstücksfernsehen» und eine neue Vorabendserie sind die Schema F-Antworten. Der Artikel von 2015 zeigt, wie beratungsresistent so manche Chefetage ist. So war «Mila» ein Flop mit Ansage, ebenso wie das Magazin «Unser Tag», das „kein Alleinstellungsmerkmal“ brauche. Da kann man nur hoffen, dass es 2018 besser wird.
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