
Gegenüber 'Reuters' erklärte Bob Iger, CEO der Walt Disney Company, dass es für den Konzern "sehr schwer" wäre, weiterhin in Georgia zu produzieren, sollte der Gesetzesentwurf weiter verfolgt werden. Iger erläutert: "Ich glaube, viele Leute, die für uns tätig sind, würden dort nicht mehr arbeiten wollen, und wir müssten diesen Wünschen nachgehen." Es sei eine naheliegende Konsequenz, keine Filme und Serien mehr in Georgia zu produzieren. Damit würde der US-Bundesstaat einen wichtigen Wirtschaftstreiber verlieren – so entstanden zahlreiche Marvel-Filme, darunter «Black Panther» und «Avengers || Endgame» in Georgia.
Gegenüber dem US-Branchenblog 'Deadline Hollywood' erklärte derweil WarnerMedia, "die Situation genau zu beobachten". Im Falle, dass das Gesetz verabschiedet wird, werde das Unternehmen kritisch "in Erwägung ziehen, ob Georgia als Heimatstätte neuer Produktionen geeignet wäre". Auch Sony Pictures verliert anlässlich des Anti-Abtreibungsgesetzes das Vertrauen in Georgia als Geschäftspartner. In einem Pressestatement erläuterte das Studio, seine Bindungen mit Georgia überdenken zu müssen, sollte das Gesetz durchkommen. Vor wenigen Jahren hielten schon einmal mehrere Studios zusammen, um gegen einen Gesetzesentwurf in Georgia durchzugreifen. Damals wurde das Gesetz fallen gelassen.
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