Tim Mälzer über «Alles auf Freundschaft» im Interview
"Ich bringe die Rotzigkeit in die Show mit – und in unsere Freundschaft. Sasha muss einfach gut aussehen. Das ist ein bisschen wie in einer Boyband. Ich bin der Wilde mit den vielen Tattoos, Sasha ist dafür da im richtigen Moment mit gespitzten Lippen unwiderstehlich in die Kamera zu lächeln. Und dann brauchen wir natürlich noch einen stillen Geist, der alles zusammenhält, der eher die Beobachterrolle hat und uns unser Rampenlicht lässt. Das ist dann Steffen."Ja, es gibt durchaus Parallelen zur ProSieben-Show. Zum Beispiel, dass es viel zu lange dauert, bis endlich was passiert: Bis zum ersten Spiel sind geschlagene 20 Minuten vergangen. Warum man nach Spiel 1 noch einen „Liebesfilm“ (Zitat Hallaschka) über die Freundschaft von Mälzer und Sasha zwischenschieben muss, ist nicht ganz schlüssig vom Ablauf her. Zumal ja ohnehin mehr als nur einmal erwähnt wird, dass die beiden gut miteinander befreundet sind. Nach dem zweiten Spiel wird der Spielfluss wieder gestört, da war dann ein kurzer Talk mit den Kandidaten und ihre Auftritte bei «Wetten, dass..?» interessanter. Immerhin: Etwas mehr als eine Stunde hat RTL es ausgehalten, keine Werbung zu schalten.
Ehrgeiz kann man Sasha und Mälzer ganz sicher nicht abstreiten, vor allem letzterer ärgert sich mehrmals deutlich über sein eigenes Abschneiden bei Spielen. Mälzer, der sich im Quotenmeter.de-Interview selbst als „Rotzlöffel“ bezeichnet, nimmt dabei wie gewohnt kein Blatt vor den Mund – das macht die Live-Ausstrahlung noch reizvoller.

Stichwort Spiele: Die ganz großen Innovationen bleiben hier aus. Pantomime oder eine Art Team-Variante des heißen Drahts sind jetzt bestimmt keine Neuerfindungen des Rads. Positiv ist aber, dass auch außerhalb des Studios gespielt wurde. Draußen mussten die Teams eine Mischung aus Auto-Scooter und Snooker bewältigen. Das Studio-Set kommt im Casino-Style daher und hebt sich daher gut von anderen RTL-Shows ab. Schade ist, dass es wie so oft heutzutage keine eigene Show-Melodien gibt, sondern auf bewährte Mainstream-Chartmusik als Hintergrundberieselung gesetzt wird.

Der ganz große Wurf ist «Alles auf Freundschaft» noch nicht, allerdings ist es auch logisch, dass es erst einmal Zeit braucht, bis sich Mälzer, Sasha und Hallaschka aufeinander eingespielt haben – und vielleicht kriegt man dann ja auch etwas mehr von Sasha mit, der im Vergeich zu den Plappermäulern Hallaschka und Mälzer doch ziemlich blass blieb. Schon am Sonntag kann sich das alles ändern, dann zeigt RTL schon die zweite Live-Ausgabe von «Alles auf Freundschaft».
Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
02.02.2020 17:08 Uhr 1
Nachtrag: Vielleicht würde das Setzen spannender sein, wenn die Kandidaten die Spiele vorher kennen.
Für unklug halte ich es, wenn ein Fehler bei einer Quizfrage die ganze Sendung infrage stellt.