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Direkt zum Start der neuen Folgen setzte die neue Staffel von «Grill den Henssler» einen sehr erfreulichen Allzeit-Rekord. Das Giganten-Duell der beiden Starköche Tim Mälzer und Gastgeber Stefan Henssler bescherte der Show zum Auftakt wahnsinnig gute 14,1 Prozent Marktanteil bei den klassisch Umworbenen. Noch nie lief es für das Format, das 2013 als Weiterentwicklung der «Kocharena» startete, besser. Die zuvor beste Sehbeteiligung von 13,7 Prozent aus dem Sommer 2016 wurde noch einmal um 0,4 Prozentpunkte verbessert. Zudem freute sich die Show am 2. August mit diesem Spitzenwert über den höchsten Marktanteil des Abends bei den 14- bis 49-Jährigen. Alle anderen Privatsender ließ VOX in der Primetime hinter sich, auch die große Schwester RTL. Selbst Größen wie der Wunsch-«Tatort» wurden für einen Abend hinter sich gelassen.
Insgesamt verfolgten 2,10 Millionen Zuschauer die Rekord-Folge, davon 0,98 Millionen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Zum ersten Mal seit Mai 2019 verbuchte die Kochshow wieder über zwei Millionen Zuschauer. Einen neuen Allzeit-Rekord gab es beim Gesamtpublikum mit starken 8,4 Prozent Sehbeteiligung allerdings nicht. Dieser wurde am 17. Juli 2016 mit 2,47 Millionen Zuschauern und gewaltigen 9,5 Prozent Marktanteil aufgestellt.
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Nach der glorreichen Premiere Anfang August war klar, dass «Grill den Henssler» dieses gewaltige Niveau ab Folge zwei nicht halten würde, und so kam es auch. Dennoch war die Show auch eine Woche später weiter erstklassig unterwegs. Mit 0,58 Millionen jungen Zuschauern freute sich das Format weiter über überdurchschnittliche 9,1 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. Obwohl man insgesamt innerhalb einer Woche über eine dreiviertel Million Zuschauer verlor, bedeuteten 1,37 Millionen Zuseher und 6,0 Prozent auf dem Gesamtmarkt immer noch ein sehr starkes Ergebnis für VOX. Zum Ende der ersten Staffelhälfte war die Kochshow weiter bestens unterwegs. Zwar ging die Reichweite auf 1,24 Millionen zurück, mit 5,2 Prozent Marktanteil insgesamt und 8,3 Prozent bei den Werberelevanten ergatterte Hensslers Show aber weiter starke Sehbeteiligungen bei Jung und Alt.
Den ersten von zwei Dämpfer musste «Grill den Henssler» am 23. August hinnehmen. Dafür sorgte das Champions-League-Finale im ZDF, in dem sich der FC Bayern München zum Sieger krönte. Unter der sportlichen Konkurrenz hatte die Show mit am meisten zu leiden. Während zum Staffelauftakt noch neue Rekorde eingestrichen wurden, hagelte es unter diesen Umständen ein Allzeittief.
«Grill den Henssler» verschlechterte sich parallel zum Finale der Königsklasse um 4,3 Prozentpunkte bei den 14- bis 49-Jährigen auf 4,0 Prozent. Der bisherige Tiefstwert von 6,4 Prozent aus dem Jahr 2014, der über sechs Jahre Bestand hatte, wurde noch einmal um einiges unterboten, obwohl die Folge, für sich gesehen, natürlich wenig dafürkonnte. Auch insgesamt setzte die vierte Folge einen neuen Tiefpunkt, 1,02 Millionen Zuschauer generierten magere 3,4 Prozent Gesamtmarktanteil. Ein Minus von 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche.
Ohne König Fußball als Konkurrenz erholte sich «Grill den Henssler» am 30. August wieder auf gute 5,8 Prozent Marktanteil bei den Zuschauern ab drei Jahren und 8,5 Prozent beim werberelevanten Publikum. Die Sehbeteiligungen fielen damit sogar etwas besser aus als in Folge drei, als noch alles unter normalen Umständen verlief. Der Abwärtstrend wurde so oder so gestoppt. Insgesamt verbesserte sich die vorletzte Folge der Staffel um knapp eine halbe Million Zuschauer zum Champions-League-Duell und um 240.000 Zuseher im Vergleich zur Woche davor. 1,48 Millionen Fernsehende entschieden sich, einzuschalten.
Zum Staffelfinale bekam Stefan Henssler es erneut mit dem Volkssport Nummer Eins zu tun. Dieses Mal nicht mit dem deutschen Rekordmeister sondern der Nationalmannschaft. Auch die Elf von Jogi Löw sorgte bei «Grill den Henssler» für spürbare Zuschauerverluste. Am Ende reichte es, um die Show ein zweites Mal in der klassischen Zielgruppe unter den Senderschnitt zu drücken, wenngleich das Minus nicht so drastisch ausfiel wie beim Champions-League-Finale. Während die Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen von 0,63 auf 0,52 Millionen zurückging, blieb die Gesamtzuschauerzahl mit 1,43 Millionen nahezu unverändert. Insgesamt blieb die sechste Folge damit sogar knapp über dem Schnitt. Dementsprechend war das Minus von 0,5 Prozentpunkten auf 5,3 Prozent insgesamt verkraftbar, im Gegensatz zu dem Verlust von 2,1 Prozentpunkten bei den klassisch Umworbenen auf maue 6,4 Prozent.
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