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Auch Facebook und Co. fallen unter die Transparenz-Verpflichtung. Was im Umkehrschluss heißt, dass sie erklären müssen, nach welchen Kriterien sie Inhalte gewichten und anzeigen. Außerdem dürfen auch keine Inhalte anderen gegenüber bevorteilt werden. Im neuen Vertrag ist auch ein Widerspruchsrecht mitinbegriffen. Wer sich also im Internet schlechter behandelt sieht, kann sich bei der Landesmedienanstalt darüber beschweren. Die Gleichbehandlungspflichten betreffen sogar die Menüs der Smart-TVs und Medien-Sticks. So ist es nicht erlaubt, Netflix im Menü zentral zu positionieren, weil der Streamingdienst dafür bezahlt hat. Die Anbieter von Benutzeroberflächen müssen die Möglichkeit haben, diese auch anpassen zu können.
Streamer können durchatmen. Es gab immer mal wieder Ärger, weil Medienanstalten von Livestreamern auf YouTube oder Twitch Rundfunklizenzen verlangt haben. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, denn Programme, die nur eine geringe Meinungsbildung entfalten und im Schnitt weniger als 20.000 Menschen auf einmal erreichen, sind davon befreit.
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