
„Jürgen Engert nahm sich selbst nie wichtiger als die Themen, über die er berichtete. Sein kritisches Bewusstsein und seine klaren Analysen war uns oft Vorbild und bleiben uns Ansporn", kommentierte rbb-Intendantin Patricia Schlesinger den Tod Engerts. Seine journalistischen Anfänge lagen bei der Zeitung ‚Der Abend‘, bei der er nach seinem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Berlin und München volontierte. 1974 stieg er dann zum Chefredakteur der Zeitung auf, was er bis 1980 blieb. 2001 verabschiedete er sich nach 17 Jahren für die ARD in den Ruhestand.
„Jürgen Engert gehörte zu den prägenden Fernsehjournalisten der Bundesrepublik. Seine Arbeit bei «Kontraste» und vor allem seine Beiträge rund um den Mauerfall und zur Wiedervereinigung Deutschlands sind im Gedächtnis des Landes verankert“, erklärte Schlesinger. Engert galt als kritischer Beobachter der Ost-West-Politik. „Seine journalistische Arbeit ging Hand in Hand mit seinem redaktionellen Gestaltungswillen und seinen Fähigkeiten als Teamspieler. Von seiner Arbeit etwa im ARD-Hauptstadtstudio profitieren wir bis heute. Wir sind sehr traurig, dass er gegangen ist, unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Frau und seiner Familie."