
„Es freut mich sehr, dass mir die Mitglieder des Rundfunkrates zutrauen, dieses schwierige Amt die verbleibenden fünf Monate auszuüben. Zuerst einmal gilt natürlich mein Dank meiner Vorgängerin Frau von Kirchbach, die die letzten Jahre den Rundfunkrat mit großem Engagement geleitet hat“, erklärte Roggenbuck und fügte an: „Ich übernehme das Amt des Rundfunkratsvorsitzenden zu einem Zeitpunkt, an dem sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer schweren Krise befindet. Dem Rundfunkrat obliegt jetzt die Aufgabe, der neuen Interimsintendantin Frau Dr. Vernau zur Seite zu stehen und sie bei der Lösung der anstehenden, vielfältigen Probleme zu beraten und zu unterstützen.“
Als Ziel nannte Roggenbuck neben „der notwendigen Verschlankung der Leitungsebene“ vor allem das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzugewinnen und den rbb zukunftsfähig aufzustellen. „Zu der Zukunftsfähigkeit gehört dabei auch, das Projekt Digitales Medienhaus auf den Prüfstand zu stellen. Zuvorderst gilt es aber die beiden Kontrollgremien zu stärken und neu aufzustellen. Der Rundfunkrat wird hierzu Vorschläge zur anstehenden Änderung des rbb-Staatsvertrags beraten und seine abschließende Stellungnahme an die beiden Länderparlamente weiterleiten“, so Roggenbuck.
Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Rundfunkrat Anja-Christin Faber, entsandt vom Landesfrauenrat Berlin e. V. und vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg e. V. Faber ist ebenfalls seit 2019 Mitglied im rbb-Rundfunkrat. Der rbb-Rundfunkrat setzt sich in der aktuellen Wahlperiode aus 28 Mitgliedern zusammen, deren Amtszeit sich auf vier Jahre erstreckt. Die aktuelle Wahlperiode endet im Februar 2023.
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