
Die Handlung der Serie setzt nach dem Inkrafttreten der Order 66 und der Vernichtung des Jedi-Ordens ein. Chronologisch ist die Serie zehn Jahre nach «Die Rache des Sith» und neun Jahre vor «Krieg der Sterne» einzuordnen. Obi-Wan Kenobi musste ins Exil flüchten und lebt seitdem unter dem Decknamen Ben auf dem Planeten Taooine, der nahezu ausschließlich aus Wüste besteht. Ben führt dort ein armseliges Leben als geschundener Fabrikarbeiter. Doch das Imperium, in Form einiger böser Inquisitoren, ist nicht müde, die gesamte Galaxie nach noch nicht vernichteten Jedi-Rittern zu durchsuchen. Und so gerät auch Ben auf Tatooine in Gefahr. Dann bittet ihn ein alter Freund, seine entführte Ziehtochter Leia Organa, besser bekannt als Prinzessin Leia, zu retten. Obi-Wan beschließt seine Tarnung fallen zu lassen und tritt erneut in den Kampf gegen das Imperium und seinen einstigen Schüler Anakin, bekannt auch als Darth Vader. Seine Hauptantagonistin wird jedoch die Inquisitorin Reva Sevander. Diese will Obi-Wan einfach nur tot sehen. Über die sechs Folgen erstreckt sich eine wilde Hetzjagd, in der sich der Held bemüht, die Prinzessin zu befreien. Er stellt sich dabei so manchem Kampf und begegnet so manchem Charakter. Die einen helfen ihm, die anderen sind gegen ihn.

In der Titelrolle ist der altbekannte Ewan McGregor zu sehen, der auch als Produzent fungierte. Zuletzt war er vor 17 Jahren als gleicher Charakter in der Rache der Sith zu sehen. Als Schauspieler macht er erneut einen guten Job, und hat der Figur Obi-Wan einiges an Leben eingehaucht. Etwas schwächer, aber im Prinzip durchaus solide, kommt Hayden Christensen als Anakin Skywalker daher. Leia Organa wird von Vivien Lyra Blair gespielt. Ihr fällt es aufgrund der bereits beschriebenen nervigen Art schwer, die Herzen der Zuschauer zu gewinnen. Und auch Moses Ingram, die die Rolle der Reva übernimmt, kann man bestenfalls eine durchschnittliche Performance bescheinigen. Fakt ist, dass alle unter einem schwachen Drehbuch leiden.

Fazit: «Star Wars Obi-Wan Kenobi» kann man sich anschauen. Wenn man es nicht tut, und das auch als echter Fan, verpasst man jedoch nicht viel. Wie bereits eingangs gesagt ist diese von Lucasfilm und Disney produzierte Serie allenfalls Mittelmaß. Gut wäre ein besseres Drehbuch mit einfallsreicheren Handlungen und Dialogen gewesen, und vielleicht hätte der große Filmkonzern ein paar Hunderttausend Dollar mehr investieren sollen, um etwas Packenderes zu produzieren.
«Obi-Wan Kenobi» ist bei Disney+ erhältlich.
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