
In Los Angeles trifft der Cineast John Sugar auf den Filmproduzenten Jonathan Siegel (James Cromwell), der sich große Sorgen um seine Enkelin Olivia (Sydney Chandler) macht. Während der übrige Teil der Filmfamilie glaubt, dass sie nur wieder ihre Spielchen treibt, glaubt Siegel-Senior an eine Entführung. Dass die übrige Siegel-Familie etwas zu verschweigen hat, erfährt Sugar in der Wohnung von Olivia. Dort trifft er auf den Stiefbruder Kenny (Alex Hernandez). Nach einer kurzen Auseinandersetzung findet er einen Koffer voller Erinnerungsstücke an Olivias verstorbene Mutter Rachel Kaye (Natalia Alyn Lind), die bereits vor vielen Jahren verstarb.

Er findet eine neue Spur: Melanie Matthews (Amy Ryan), die frühere Stiefmutter von Melanie. Das Model und der Schnüffler kommen sich in einer Bar näher, dort verrät John Sugar, dass sein Körper Alkohol viel langsamer abbaut als bei anderen Menschen. Die zugedröhnte Melanie und der Privatdetektiv gehen in die Villa der früheren Schauspielerin, dort kümmert sich Sugar um sie. Am nächsten Tag erfahren die Zuschauer, dass sie Alkoholikerin ist und seit Tagen rückfällig war.

Während die ersten zwei Episoden noch eine kluge Geschichte um einen Vermisstenfall sind, entwickelt sich das Format mehr und mehr zu einem Drama. Die Familie Siegel hat scheinbar zahlreichen Leichen im Keller, die nicht an die Öffentlichkeit kommen sollen. Das führt auch dazu, dass die Geschichte einen überproportionalen Anteil in der Erzählung einnimmt.
Auch die Storyline hinter dem Treffen in Rubys Haus wird komplizierter. Es könnte sich hier wohl um die mysteriöse Polyglot Society handeln, einem Netzwerk von weltweiten Spionen, die im Auftrag einer höheren Eminenz arbeiten. Unter anderem trifft John Sugar dort auf seinen alten Weggefährten Henry (Jason Butler Harner) wieder, der seines Zeichens Anthropologe ist. Schließlich wird immer wieder davon gesprochen, dass Sugars Schwester ebenfalls vor langer Zeit entführt worden sei.
In der sechsten von acht Episoden kommt es schließlich zum Bruch: John Sugar spritzt sich ein Mittel und verwandelt sich in ein außerirdisches Wesen. Was der Zuschauer immer wieder in leichten Häppchen serviert bekommt, wird nun offensichtlich – und zerstört das gesamte Feeling der Serie. Autor Mark Protosevich hat das gesamte Setting um einen geheimnisvollen Ermittler wie beispielsweise James Bond über den Haufen geworfen, um den Zuschauer schließlich mit einer Science-Fiction-Serie abzuspeisen.

Henry gibt Sugar schließlich die Adresse vom Haus eines Senators und wird von einem Sicherheitsmann aufgehalten. Doch dieser ist in Wirklichkeit der Sohn des Senators und hat einen Folterkeller. Dort kann Sugar schließlich die vermisste Olivia finden. Schließlich wird noch ein weiteres Geheimnis gelüftet, da im Folterraum wohl zwei Personen anwesend waren.
Zu guter Letzt werden die Außerirdischen zur Abreise beordert, jedoch bleibt Sugar zurück, da er seine Schwester suchen möchte. Es ist eine groteske Reise, die der Fernsehzuschauer mit der AppleTV+-Serie gehen muss. Schließlich wird dieser mit einer spannenden Kriminalgeschichte gelockt, die am Ende völlig abdriftet. Gegen Ende wird das Storytelling so schlecht, dass die Schritte leicht vorausgesehen werden können. Sugar ermittelt nicht mehr, sondern bekommt die Antworten vorgeworfen. Es ist eine Tragödie, dass Mark Protosevich die Serie so gegen die Wand fahren ließ. Leider muss man sagen: «Sugar» ist Zeitverschwendung.
«Sugar» ist bei AppleTV+ abrufbar.
Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
19.06.2024 15:33 Uhr 1
21.06.2024 14:41 Uhr 2
Ich glaube, mittlerweile hat jeder mitbekommen, dass Sie mit den Autoren dieser Seite ein Problem haben.
Man fragt sich nur, wieso Sie immer noch diese Seite regelmäßig besuchen, wenn Sie sich doch die ganze Zeit aufregen müssen??
Dieses Bashing in dieser Intensität wirkt dann doch mittlerweile nur noch peinlich.
21.06.2024 17:18 Uhr 3
Wo sehen Sie hier peinliches Bashing?
Ich sehe hier nur berechtigte Kritik!
22.06.2024 09:19 Uhr 4
Aber, nicht nur baim Chef dieser Seite....
Und, dazu werden Wörter ausgelassen odeer nicht bis zum Ende geschrieben, das ist wirklich krass auffällig, sogar für mich als Rechtschreibe Niete!
22.06.2024 16:13 Uhr 5
22.06.2024 21:50 Uhr 6
22.06.2024 22:02 Uhr 7
Danke Dir. Cooler Nick übrigens
22.06.2024 22:05 Uhr 8
Genau das ist das Problem heutzutage. Wenn man etwas kritisiert oder seine Meinung sagt, dann ist man ein Mobber oder begeht Bashing.
Und warum ich hier immer noch anzutreffen bin, habe ich schon desöfteren erläutert.
23.06.2024 12:55 Uhr 9