
Sommer 1988. In Indianapolis fanden am 16. Juli 1988 die amerikanischen Leichtathletik-Trials statt. Es handelte sich um die Ausscheidungswettkämpfe, um an den Olympischen Spielen in Seoul teilzunehmen. Flo-Jo war mit von der Partie. Ihr Aussehen und Outfit waren auffällig. Ihr Sprint-Body fiel aus dem Rahmen. Ein Hosenbein war lang, das andere wiederum nicht vorhanden. Die langen schwarzen dichten Haare hat sie lose zu einem halben Zopf mit Clips zusammengebunden. Legendär sind bis heute ihre orange-roten lackierten langen Fingernägel. Bei den Olympischen Spielen in Seoul gewann sie Gold. Einmal auf der 100-Meter-Bahn, dann noch auf ihren gesprinteten 200 Metern. Die 200 Meter lief sie in 21,34 Sekunden.
Die dunkelhäutige Sprinterin wuchs in ärmsten Verhältnissen auf. Ihre Geschichte ist unvergleichbar. Sie hat die Geschichte der Leichtathletik neu geschrieben. Wie Phoenix aus der Asche gelang es ihr, zum Popstar des Sportes zu lancieren. Ihre Story ist mit keiner anderen zu vergleichen, da ihre besagten Weltrekorde niemand zutraute. Die für viele Menschen unbekannte Frau rauschte wie der Blitz an ihren Mitsprinterinnen vorbei. Es dauerte nicht lange und Fragen des Dopings kamen auf. Noch 25 Jahre später nach ihrem Tod hängt ihr der Verdacht, dass sie gedopt hat nach. Eine faszinierende Geschichte, welche die bekannten Sportreporter Mikael Rogerus sowie Christof Gertsch zum Anlass nahmen, auf den Spuren von Flo-Jo zu wandeln. Auf diesem Wege kam es zu einigen überraschenden Erkenntnissen.
Geheimnisse, sind dazu da, um sie verborgen zu halten. Die engagierten Sportreporter krochen tief in den Kaninchenbau. Zutage kommen neben einem großen Verrat die Themen wie Sexismus, Rassismus und weltpolitische Themen. Ihr bis heute mysteriösen Tod wird unendlich viele Fragen auf. Die Podcast-Serie erstreckt sich auf sechs Folgen, welche wöchentlich mit dem 18. Juli gestartet sind.
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