Interview

Wilson Gonzalez: ‚Ich habe selbst viel Zeit in Spätis verbracht‘

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Die neue Serie «Späti» startet am Freitag beim ZDF. Der Schauspieler sagt, dass er schon einige kuriose Geschichten in den Spätis in Berlin verbracht hat.

Worum geht es in der Sitcom «Späti» und was macht die Serie für die Zuschauer besonders?
Die Serie dreht sich um Fred, der eher planlos durchs Leben geht, bis er plötzlich die Verantwortung für einen Berliner Spätkauf übernehmen muss. Der Späti wird für ihn nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort voller skurriler Begegnungen und unerwarteter Herausforderungen. Besonders macht die Serie ihre authentische Darstellung des Berliner Nachtlebens, gespickt mit schrägen Figuren und humorvollen Momenten, die viele Zuschauer aus dem echten Leben kennen dürften.

Wie würden Sie Ihre Figur Fred beschreiben? Was macht ihn zu einem interessanten Charakter?
Fred ist der Typ Mensch, der sich ungern festlegt und das Leben lieber auf sich zukommen lässt. Doch als er den Späti übernehmen muss, steht er plötzlich vor neuen Aufgaben und wächst über sich hinaus. Er stolpert oft, macht Fehler, aber genau das macht ihn sympathisch. Seine Art, mit unkonventionellen Lösungen durch den Alltag zu kommen, macht ihn nicht nur witzig, sondern auch greifbar für das Publikum.

Wie war es für Sie, die Rolle eines Späti-Betreibers zu spielen? Gab es Momente, in denen Sie sich selbst wiedererkannt haben?
Es war eine spannende Erfahrung, weil der Späti ein besonderer Ort ist, an dem Menschen aus allen Ecken des Lebens aufeinandertreffen. Ich habe selbst viel Zeit in Spätis verbracht und dabei einige kuriose Geschichten erlebt. Manchmal fühlte es sich fast so an, als würde ich einfach einen Teil meiner eigenen Erinnerungen nachspielen.

Die Serie lebt von skurrilen Figuren und Stammkunden. Gibt es einen besonderen Nebencharakter, der Ihnen während der Dreharbeiten ans Herz gewachsen ist?
Jeder Gastauftritt bringt seine eigene Energie mit, und genau das macht die Dreharbeiten so abwechslungsreich. Besonders faszinierend sind die Stammkunden, die mit ihren Macken und Eigenheiten eine unverwechselbare Dynamik in den Späti bringen. Es gibt einige Charaktere, die mir besonders ans Herz gewachsen sind, aber das sollte jeder Zuschauer selbst herausfinden.

Welche Herausforderungen musste Fred in der Serie meistern, und was können die Zuschauer von seinem Abenteuer erwarten?
Fred wird plötzlich ins kalte Wasser geworfen: Ein Späti zu führen ist komplizierter, als es aussieht. Von schrägen Kunden über Geldprobleme bis hin zu einer Vermieterin, die ihn loswerden will – er hat alle Hände voll zu tun. Die Zuschauer erwartet eine Mischung aus Chaos, Situationskomik und charmanten Momenten, in denen Fred zeigt, dass er mehr draufhat, als man auf den ersten Blick denkt.

Das Späti-Setting ist für viele Menschen ein Ort der Begegnung und Kultur. Welche Rolle spielt der Späti für die Geschichte und Ihre Figur?
Der Späti ist mehr als nur ein Laden – er ist ein sozialer Treffpunkt, eine Art Wohnzimmer für die Nachbarschaft. Für Fred ist es ein Ort, an dem er zum ersten Mal echte Verantwortung übernehmen muss. Gleichzeitig wird er mit den unterschiedlichsten Menschen konfrontiert, die ihm neue Perspektiven auf das Leben eröffnen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen wie Gülseren Erkut und Isabell Polak? Gab es besondere Momente am Set?
Das Team war großartig, und die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gepasst. Besonders schön war es, mit Gülseren Erkut zu arbeiten, die mit ihrer Energie und Präsenz die Szenen zum Leben erweckt hat. Es gab viele lustige Momente am Set, vor allem wenn spontane Improvisationen die Szenen in eine unerwartete Richtung gebracht haben.

Die Serie ist eine Sitcom, was bedeutet, dass Humor eine große Rolle spielt. Wie war es für Sie, in diesem Genre zu arbeiten, und hatten Sie kreative Freiheiten beim Spielen?
Humor lebt von Timing und Spontaneität – und genau das konnte ich in dieser Rolle voll ausleben. Es gab viele Momente, in denen wir improvisieren konnten, was dem Ganzen eine besondere Leichtigkeit gegeben hat. Es ist eine Sitcom, aber mit einem frischen, modernen Ansatz, der sich nah am echten Leben orientiert.

In «Späti» geht es auch um Verantwortung und Selbstfindung. Was können die Zuschauer von Freds Geschichte für sich selbst mitnehmen?
Fred zeigt, dass man manchmal einfach ins kalte Wasser springen muss, um sich weiterzuentwickeln. Auch wenn man sich nicht bereit fühlt, kann man an seinen Aufgaben wachsen. Die Serie erzählt auf humorvolle Weise, dass es okay ist, nicht immer einen perfekten Plan zu haben – wichtig ist, dass man sich den Herausforderungen stellt.

Die Serie startet zunächst in der ZDFmediathek und dann in ZDFneo. Was macht Ihrer Meinung nach «Späti» zu einer Serie, die auch im digitalen Zeitalter funktioniert?
«Späti» trifft den Nerv der Zeit: Kurze, unterhaltsame Folgen, ein Setting, das viele kennen, und ein Cast, der echte Vielfalt widerspiegelt. Die Serie eignet sich perfekt zum Binge-Watching und bietet einen humorvollen Blick auf das Leben, den man sowohl auf dem großen Bildschirm als auch unterwegs genießen kann.

Wir sind gespannt, danke für Ihre Zeit!

«Späti» startet am Freitag, den 28. April, um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek. Die Serie läuft ab 8. April 2025 bei ZDFneo.

Mehr zum Thema... Späti TV-Sender ZDFneo
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