
Für die 14jährige Anne fängt der Tag nicht gut an: Sie kommt zu spät zum Training, auf dem Sportplatz gerät sie mit dem gleichaltrigen Faried aneinander und dann verschwindet auch noch ihr Fahrrad, was ihr großen Ärger mit ihrem Vater einbringt. Doch das ist erst der Anfang: Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe werden alle Bewohner ihres Viertels in die Turnhalle evakuiert, die direkt neben einer Flüchtlingsunterkunft liegt. Das sorgt bei den Betroffenen für Sprengstoff. Neben ihrer Nachbarin Clara, die das Kriegsende miterlebt hat und bei der die Evakuierung bittere Erinnerungen weckt, trifft Anne dort auch Faried wieder, der mit seiner Familie aus Afghanistan geflohen ist.
Mit der Entschärfung der Fliegerbombe klappt es nicht wie geplant. Martina Petersen und Leo Seitz vom Kampfmittelräumdienst suchen fieberhaft nach einer Lösung, um das Wohngebiet vor einer verheerenden Explosion zu bewahren. Die Anwohner werden immer nervöser und die Anfeindungen gegen die Flüchtlinge immer lauter, je länger die Entschärfung dauert. Vor allem Annes Schwarm Tobi zeigt offen seine rassistische Einstellung. Als schließlich Annes Fahrrad vor der Unterkunft auftaucht und Annes Vater Achim es erkennt, droht die Situation endgültig zu eskalieren. Tobi beschuldigt Faried des Diebstahls und will die Sache mit Annes Vater klären. Anne fühlt sich verantwortlich und mischt sich ein.
Produzentin Anette Unger sagt: „Als Produktionsfirma waren wir sofort von der Dringlichkeit und Aktualität des Stoffes überzeugt. In einer politisch krisenhaften Zeit sehen wir in «Sprengstoff» die Chance, anspruchsvolles und gleichzeitig spannendes Kinderfernsehen zu realisieren. Die Geschichte verbindet geschickt historische Aufarbeitung mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Durch die Kombination aus spannender Bombenentschärfung und bewegender Coming-of-Age-Geschichte sprechen wir dabei nicht nur die junge Zielgruppe, sondern auch deren Eltern an – ein wichtiger Aspekt für Auswertung des Films.“
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