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Sky sendet «Das Nazi-Kartell» ab Mitte Mai

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Die Doku-Serie befasst sich mit dem NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der in Bolivien an der Errichtung eines Narco-Staates beteiligt war. Im kommenden Jahr kommt der Dreiteiler auch zu ZDFinfo.

Die zu Beginn des Jahres von Sky angekündigte High-End-Dokuserie «Das Nazi-Kartell» hat einen Starttermin erhalten. Wie der Pay-TV-Sender mitteilte, ist die dreiteilige Reihe ab dem 15. Mai via Sky und auf dem Streamingdienst WOW abrufbar und am selben Tag ab 20:15 Uhr auch auf Sky Documentaries zu sehen. Im Frühjahr 2026 wird die dreiteilige Serie zudem ihre deutsche Free-TV-Premiere auf ZDFinfo haben.

Im Mittelpunkt von «Das Nazi-Kartell» steht der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der zwischen 1942 und 1944 Gestapo-Chef von Lyon war und als „Schlächter von Lyon“ bekannt wurde. In den 80er-Jahren stürzte Barbie unter dem Namen Klaus Altmann gemeinsam mit dem Drogenbaron Roberto Suárez die Regierung in Bolivien und gründeten zusammen den ersten Narco-Staat der Welt. In Suárez‘ Nacken sitzt allerdings seit Ende der 70er-Jahre der US-amerikanische DEA-Undercover-Agent Michael Levine, der Suárez zur Strecke bringen möchte. Um diese drei Männer kreisend, erzählt die Doku-Serie eine Geschichte, die von den Anfängen des Kokainhandels bis zu Pablo Escobar und seinem berüchtigten Medellin-Kartell der 80er- und 90er-Jahre reicht; die von «Scarface» erzählt, von geheimen Undercover-Einsätzen und einem fingierten Drogencoup in Miami; von Politikern und Intellektuellen, die durch NS-Paramilitärs bedroht werden, von politischen Verwicklungen und der nebulösen Rolle der CIA.

Zu Wort kommen in der Serie neben Michael Levine unter anderem auch Roberto Suárez‘ Sohn Gary, Freunde der Familie Suárez, Weggefährten von Klaus Barbie, Investigativjournalist Christian Bergmann und „Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld. Das Sky-Original «Das Nazi-Kartell» ist eine Produktion von Kundschafter Filmproduktion und mobyDOK. Als Produzenten fungieren Andreas Banz (Kundschafter Filmproduktion) und Alexander Lahl (mobyDOK). Executive Producer sind Christian Asanger und Felix Kempter für Sky Deutschland sowie Vesna Cudic für Sky Studios. Regie führte Justin Webster, für das Buch zeichnen Christian Bergmann, Justin Webster und David López Canales verantwortlich.



„Das Besondere an dieser Geschichte ist ihre Vielschichtigkeit und dass sie bis heute kaum bekannt ist: Wie konnte ein Nazi-Kriegsverbrecher mit Hilfe von Geheimdiensten seiner Strafe entkommen und bei der Entstehung des ersten großen Kokainkartells beteiligt sein? Bisher kamen vor allem die bolivianischen Zeitzeugen kaum zu Wort. Mit der aktuellen, jahrelangen Recherche, die auch in etlichen Archiven stattfand, ändert sich dies und es kommt eine außergewöhnliche Geschichte ans Licht“, erklärt Autor Christian Bergmann.

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