
Günther Jauch hat mit der ARD unter anderem vereinbart, dass er sich seine künftigen Werbeverträge vom zuständigen NDR genehmigen lassen wird. Zur Sendung von Günther Jauch, die die politische Talkshow «Sabine Christiansen» ablösen wird, sagte Struve: "Es wird ein gesellschaftspolitischer Diskurs werden. Jauch ist ein Zoon politicon. Wenn Politik in der Luft liegt, wird auch er anspringen, also politischer werden. Jauch hat da eine bessere Nase als viele andere." Struve betonte, dass Sabine Christiansen nicht aufhören musste, sondern aufhören wollte: "Frau Christiansen wollte mehr Zeit für sich und ihr Privatleben. Diesem Wunsch haben wir natürlich entsprochen."

Unterdessen zeigte sich der ARD-Programmdirektor sehr zufrieden darüber, dass das Erste das Fernsehjahr 2006 als Marktführer abschließen wird. "Die ARD ist so erfolgreich wie seit 1991 nicht mehr. Nimmt man die Dritten Programme hinzu, übertrifft der Erfolg 2006 sogar den von 1991", sagte Struve, der noch bis Oktober 2008 im Amt sein wird. Der Erfolg der ARD sei um so bemerkenswerter, als es "in diesem Nicht-Wahljahr politische Informationen unglaublich schwer hatten. Nicht einmal die diversen Landtagswahlen haben das andern können."

Klarer Gewinner unter den Sendungen im Ersten sei der «Scheibenwischer». Die Kabarett-Sendung habe in diesem Jahr mehr Zuschauer als jede andere ARD-Sendung dazu gewonnen, mehrere Hunderttausend.
Für das nächste Jahr kündigte der ARD-Programmdirektor unter anderem das neue Format «Pilawas Zeitreise - Die große Geschichtsshow» an. Spannend wird es auch bei der Vergabe der Übertragungsrechte der Fußball-EM 2008: "Die ARD hat bislang keine Rechte gekauft", sagte Struve.