Beschwingt wollte Das Erste im Jahr 2006 die Berichterstattung zu den Olympischen Spielen in Turin beschließen. Wie sollte das besser gehen als mit einer Prise Humor – und weil Harald Schmidt inzwischen wieder zum Senderverbund gehörte und den Privaten die kalte Schulter gezeigt hatte, lag es nahe, ihn für eine Sendung zu verpflichten. Doch Schmidt und Sport passen nicht wirklich zusammen – klar, dass mit Waldemar Hartmann ein ausgewiesener Kenner der Branche nicht fehlen durfte.

Ein wirkliches Konzept war bis zum Ende hin nur selten erkennbar. „Spiegel Online“ schrieb über die Ausrichtung der Show: „Es geht um gemütliche Selbstironie, um sportliches Spießertum unter Satirevorbehalt, um intellektuelle Selbstkompostierung in Höhenluft, um echte Wellness für alle, Entropie & Entspannung pur. Weiß der Teufel. Kurz: Wir machen uns einfach selbst zur Karikatur. Zum Affen, zum Deppen. Zum Blödmann. Stupido ergo sum.“ Ganz Unrecht hatte man mit dieser Einschätzung sicherlich nicht. Zu allem Überfluss durften Waldi & Harry am letzten ARD-Tag sogar schon um 21.15 Uhr und nicht erst nach den «Tagesthemen» auf Sendung gehen, weil die viele uninteressante Wettbewerbe die Quoten der Primetime drückten.

Zwei Jahre später gingen die beiden Moderatoren bei den Olympischen Spielen in Peking wieder auf Zuschauerfang. Doch die Einschaltquoten der meist sinnfreien Show waren mies, ob es einmal wieder zu einer neuen Auflage kommt, steht bislang noch nicht fest.