
Bei Bestandskunden gewinne Premiere zusätzlichen Umsatz dreimal günstiger als am Außenmarkt, heißt es in einer Pressemitteilung. Kofler hierzu: „Die Vermarktung von arena ist hier ein gutes Beispiel: Innerhalb von nur vier Wochen ist es uns gelungen, ohne großen klassischen Werbeaufwand über 80.000 Satellitenkunden für das Produkt von arena zu gewinnen. Eine breite Kundenbasis ist die beste Voraussetzung, um attraktive Rechte wie die Fußball-Bundesliga erfolgreich zu vermarkten. Der Wettbewerb im Pay-TV wird über Breite und Stabilität des Kundenstamms entschieden.“
Vor allem die im August 2006 eingeführte, neue Angebotsstruktur habe dazu beigetragen, die Abo-Zahl auf hohem Niveau zu stabilisieren. „Durch das neue Preis- und Angebotsmodell ist es Premiere gelungen, mehr Kunden als erwartet zu binden – trotz Wegfall der Bundesliga-Rechte. Allerdings haben rund 570.000 Premiere Abonnenten die angebotene Fairplay-Garantie genutzt und ihr Abo ohne Bundesliga auf die neue Preisstruktur umgestellt. Als logische Folge ergeben sich in dieser Kundengruppe niedrigere ARPUs – andererseits hat sich Premiere zufriedene Abonnenten für die Zukunft gesichert,“ erklärte Kofler am Donnerstag in München. In Hinblick auf diese Zufriedenheit habe sich der Sender zudem entschieden die Mehrwertsteuererhöhung in Höhe von drei Prozentpunkten zunächst nicht an seine Kunden weiterzugeben.
Die regelmäßig erhobenen Kundenzufriedenheitswerte nähern sich nach einem Tief im 3. und 4. Quartal 2006 wieder dem Niveau vor dem Verlust der Bundesliga-Rechte.
Premiere Flex gut gestartet
Auch das Prepaid-System des Unternehmens, Premiere Flex, sei nach Unternehmensangaben gut gestartet. Ende des 1. Quartals zählte Premiere bereits über 72.000 Kunden für das neue Prepaid-Angebot. Über Premiere Flex bietet der Sender alle sieben Programmpakete ohne Vertragsbindung an – allerdings zu einem höheren Preis als mit Vertrag. Für ein Paket werden 20 Euro monatlich fällig.
