


Im Vorfeld wurde bei FOX spekuliert, dass der Sender seinen Comedyblock am Sonntag völlig verändert. So sollten «Die Simpsons» am Donnerstag einstarten, gefolgt von einer weiteren Cartoonserie. Der Sender blieb aber seiner Linie treu. FOX-Präsident Peter Ligouri äußerte sich sehr positiv zum neuen Programm: „Wir werden an sechs Abenden mit bekannten Shows zurückkehren”.
Die Sendetage im Überblick

Der Montagabend wird ab September 2007 ABC mit seiner Tanzshow «Dancing with the Stars» sowie FOX mit «Prison Break» gehören. Zur späteren Sendezeit werden die «Heroes» wieder sehr gute Reichweiten für NBC erzielen, Charlie Sheen wird zur gleichen Zeit viele Amerikaner in «Two and a Half Men» zum Lachen bringen. Dass «Journeyman» nicht gegen «CSI: Miami» gewinnen kann, sollte den Verantwortlichen klar sein.

Mit «The Biggest Loser» und «Beauty and the Geek» sollen zur besten Sendezeit gleich zwei Reality-Shows gegeneinander laufen. Doch der klare Sieger wird «NCIS» heißen. Danach wird die neue FOX-Serie «New Amsterdam» folgen. Mit der Entscheidungsshow von «Dancing with the Stars» wird ABC erneut Millionen zum Einschalten überzeugen können, da man aber gegen die Erfolgsserie «House» laufen wird, werden vermutlich kaum Zuschauer für NBC, CBS und The CW übrig bleiben. Einzig «The Unit» wird möglicherweise noch hohe Zuschauerzahlen erzielen können.

Der «Grey’s Anatomy»-Spin-Off «Private Practice» soll das neue Aushängeschild am Mittwochabend für ABC werden. Doch die Konkurrenz um 21.00 Uhr ist sehr stark, denn dagegen laufen die Profiler-Serie «Criminal Minds» von CBS und die FOX-Krimiserie «Bones». Die jungen Fernsehzuschauer werden sich eventuell für «Gossip Girl» entscheiden – dann würden kaum Menschen für «Bionic Woman» von NBC übrig bleiben. In der 22.00 Uhr-Stunde wird CBS hoffen, die Marktführung mit «CSI: New York» beizubehalten. Doch die Konkurrenz schläft nicht und das schwächste Glied der «CSI»-Kette könnte zu Fall gebracht werden.

Erneut werden ABC und CBS eine große Quotenschlacht am Donnerstag austragen. Dort treffen «Ugly Betty», «Grey’s Anatomy», «Big Shots» auf «Survivor», «CSI» und «Without a Trace». Mit «Without a Trace» wird CBS die Marktführung am Donnerstag erreichen, doch «Grey‘s Anatomy» schlägt «CSI» bei den Erstausstrahlungen – wie bisher – deutlich. Die NBC-Sitcoms können ebenfalls einen Teil des Zuschauerkuchens abbekommen, im aktuellen Fernsehjahr liefen die Zuschauer allerdings ab 21.00 Uhr davon. Dies versucht man mit dem Sendeplatztausch von «30 Rock» und «The Office» zu ändern.

Um 21.00 Uhr starten am Freitag gleich drei neue Serien, die die Zuschauer unterhalten wollen. Die besten Chancen zu gewinnen hat die CBS-Serie «Moonlight», da man durch «Ghost Whisperer» entsprechend gefördert wird. Das quotenschwache NBC-Format «Friday Night Lights» wurde nicht abgesetzt, sondern bekommt am späten Freitagabend gegen das ABC-Nachrichtenmagazin «20/20» und die Krimiserie «Numb3rs» eine letzte Chance.

Nachdem im letzten Jahr umfangreiche Änderungen am Samstag vorgenommen wurden, bleibt das gesamte Programm im Herbst 2007 so bestehen. Damals führte ABC die College-Football-Übertragungen ein und NBC setzte auf Wiederholungen.

Der Sonntagabend schließt die Fernsehwoche ab, auch an diesem Tag wurden starke Änderungen vorgenommen. The CW setzt in der 19.00 Uhr-Stunde auf eigenproduzierte Shows, danach startet die neue Dramaserie «Life Is Wild». Ob sich diese zwischen einem Society-Magazin und der Wiederholung von «America’s Next Top Model» durchsetzen kann, ist fraglich. Die Konkurrenz ist zur selben Zeit nicht sonderlich stark: «Die Simpsons» (FOX) und «Law & Order» (NBC) erreichen rund zehn Millionen Amerikaner, stärker ist die Einrichtungssendung «Extreme Makeover: Home Edition». Auf dem Timeslot könnte die neue CBS-Musical-Serie «Viva Laughlin» durchaus Chancen haben.