US-Fernsehen

Olympischer Geist beschert NBC Traumquoten

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Der amerikanische Broadcaster NBC fährt seit dem Start der 29. Olympischen Sommerspiele überdimensionale Reichweiten ein. Dafür hat man aber auch jede Menge in das Projekt Olympia gesteckt.

Am Freitag, den 8. August wurden die 29. Olympischen Sommerspiele in Peking mit einer grandiosen Eröffnungsfeier – bestehend aus einem fantastischen Feuerwerk und einer effektivgepickten Show eröffnet. Natürlich war für die Exklusivübertragung in den Vereinigten Staaten der Pfausender NBC verantwortlich und profitierte davon gewaltig. Überaus starke 35,31 Millionen Menschen ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen und in der werberelevanten Zielgruppe erreichte die Station einen Marktanteil von satten 32 Prozent. Sogar am sonst so quotenarmen Samstag unterhielt das Network noch 24,08 Millionen US-Bürger und verzeichnete beim jungen Publikum 26 Prozent Marktanteil. Auch am Sonntag sah es mehr als gut aus: Der dritte Tag der Festspiele wurde von 32,62 Millionen Zuschauern verfolgt. Bei den 18- bis 49-jährigen belief sich die Marktbeteiligung auf 30 Prozent Marktanteil.



Diese traumhaften Zahlen würde NBC nicht verbuchen, wenn man nicht genügend Geld für die Übertragung hineingesteckt hätte. Zahlen in der Größenordnung rund um 900 Millionen Dollar machen die Runde. Beispielsweise ist die offizielle Internetseite des Senders ordentlich aufgerüstet worden. So hat man einen aufwendigen Bereich auf der Website eingerichtet, der alle Besucher über den Verlauf der olympischen Sommerspiele informiert. Neben den typischen Informationen bietet der Broadcaster Videos für alle amerikanischen Staatsbürger an unter Angabe des legendären „Zip-Codes“. Da Spanisch eine gängige Sprache in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, hat NBC eine zusätzliche Seite für alle spanisch sprechenden Amerikaner eingerichtet. Neben der Umarbeitung der Homepage versorgt der Broadcaster das US-Publikum auch mit seiner Morning Show live aus Peking.

Schon vor dem Start der 29. Olympischen Sommerspiele sorgten die Chinesen für ordentliche Furore: Ausländische Berichterstatter und Journalisten erhielten von China einen kostenfreien Internetzugang, um über die Veranstaltung zu berichten. Das teilte der Sprecher des Beijinger Olympischen Organisationskomitees Sun Weide mit. Jedoch erhalten die Korrespondenten keinen uneingeschränkten Zugriff, da manche Websites lt. dem chinesischen Gesetz verboten sind. Von politischer Seite wurden viele internationale Spitzensportler von deren Nationen aufgerufen für ein freies Tibet zu werben, was bei der chinesischen Regierung alles andere als gut ankam. Neben den politischen Aspekten schockierte die Nachricht über den Mord an einem US-Touristen durch einen chinesischen Staatsbürger. Die Begleiterin des Touristen sowie eine chinesische Reiseleiterin wurden dabei schwer verletzt.

Nachdem die ersten vier Tage der Veranstaltung vergangen sind, konnte der Pfausender NBC ansehnliche Quoten vorweisen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Reichweiten bis zur Abschlussfeier am 24. August auf diesem Niveau halten werden.

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