
Hier stört sich Senderchef Guido Bolten vor allem an den Crime-Dokus «Lenßen & Partner» und «K 11», die spätestens seit der Verlegung auf die Zeit nach 19 Uhr längst nicht mehr so gute Quoten holen wie früher und nicht selten in der Zielgruppe im einstelligen Bereich liegen.

Künftig soll jedenfalls wieder mehr ins Programm investiert werden, kündigte Bolten an - das sei auch mit ganz oben abgestimmt. "Es gibt also reichlich klare Bekenntnisse, dass Sat.1 wieder der große Sender werden soll, der er einmal war. Natürlich sind das Investitionen, aber sie bleiben budgetär im Rahmen", sagte er mit Blick auf die Millionensummen, die Sat.1 für die Fußball-Rechte ausgibt.
Dass Sat.1 in den vergangenen Jahren wenig Erfolg hatte, sieht er auch als internes Problem: "Ich glaube, Sat.1 hat in den letzten Jahren an Selbstbewusstsein verloren. Das hat mit vielen Faktoren zu tun, mit Misserfolgen im Programm etwa, obwohl der Sender immer wieder Neues probiert hat", so Bolten im "FAZ"-Interview. "Es fehlte die Fortune, es gab zu wenige Hits wie die Telenovela «Verliebt in Berlin». Und sicher hatte es auch etwas mit der Distanz zu tun – der Distanz zwischen Sat.1 in Berlin und den anderen Sendern in München." Die ist nun bekanntlich aufgehoben - nun muss sich zeigen, ob die "Fortune" auch tatsächlich zurückkehrt.