
Diesmal sahen nicht mal neun Millionen Menschen zu, von denen die meisten im Ersten dabei waren. 5,77 Millionen Zuschauer erreichte die Elefantenrunde mit den Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien. Der Marktanteil lag bei 16,9 Prozent. Enttäuschend verlief der Abend für das ZDF, das mit nur 2,87 Millionen Zuschauern und 8,4 Prozent bei der «Berliner Runde» chancenlos blieb und auch bei den Jungen mit nur 5,5 Prozent versagte.
Immerhin: Hier schlug sich Das Erste mit 1,87 Millionen jungen Zuschauern und 12,5 Prozent recht wacker – mit gewöhnlichen «Tatort»-Sonntagen konnte man aber nicht mithalten. Zur anschließenden «Lindenstraße» schalteten schließlich nur noch 7,2 Prozent der Jungen ein, während es auch insgesamt mit 3,03 Millionen Zuschauern und 9,1 Prozent nicht gerade gut lief, doch auch das ZDF hatte zu diesem Zeitpunkt mit einstelligen Werten zu kämpfen. Überraschend: Selbst «Anne Will» konnte am Wahlabend nicht punkten und hatte wohl unter dem fehlenden «Tatort» zu leiden. Letztlich lief es mit 2,59 Millionen Zuschauern und 10,2 Prozent Marktanteil so schlecht wie schon lange nicht mehr.

In der Zielgruppe verzeichneten beide Serien Marktanteile von 16,6 und 15,1 Prozent – mit bewährtem Programm funktionierte es für Sat.1 damit auch am Wahl-Tag. ProSieben gewann jedoch das Familien-Duell und erreichte mit «Star Wars – Episode III: Die Rache der Sith» sogar 18,7 Prozent der Werberelevanten. Insgesamt schalteten hier noch 3,36 Millionen Menschen ein. Ein Beweis dafür, dass das Interesse an der großen Politik selbst am Abend der Bundestagswahl nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden war und von den Sendern entsprechend früh gestillt werden konnte.