
Gegenüber der Zeitschrift "impulse" verglich er das Geschäft der Köche nun mit dem der Kabarettisten: Erst wenn sie sich über TV-Auftritte mediale Präsenz verschaffen, strömen die Massen und lassen den Wohlstand ausbrechen. "Kochen verkommt zu einer Durchgangsmode ohne jede Nachhaltigkeit", klagt Witzigmann.
Heutzutage würde die Klasse eines Kochs in einer anderen Währung gemessen: An Fernsehauftritten, Event-Shows und Partnerschaften mit Nahrungsmittel- und Küchengeräteherstellern. "Jeder, der es schafft, heiß und kalt zu unterscheiden, gilt sofort als Star", so Witzigmann. Problematisch aus Sicht des Kochs: "Noch nie wurde in den Medien so viel über Ernährung, Kochen und frische Produkte schwadroniert, und noch nie wurden so viel Tiefkühlkost und Fertigprodukte gekauft."