In Berlin stellte der beliebte Comedian die vierte Staffel seiner Erfolgsserie mit zahlreichen Gaststars vor. Christian Richter war bei der Show dabei und schildert seine Eindrücke des Abends und der neuen Folgen.

Nach deren Ende ertönt der Schlager „Santa Maria“ aus den Lautsprechern und der Entertainer führt seine schmalzige Roland-Kaiser-Interpretation noch einmal unter dem Jubel des Publikums auf der Bühne auf. Anschließend kommt mit Überraschungsgast Michael Kessler bereits das dritte Gesicht der Serie auf die Bühne. Leider ist sein Auftritt nur wenige Augenblicke lang und beschränkt sich auf einige Witzchen, denn dann folgt schon die letzte Episode des Abends. Gezeigt wird abschließend das Staffelfinale „Der Brühwürfel“ (Folge 12, TV-Premiere am 19. Februar 2010), das sich dem Verbot der klassischen Glühbirne widmet.
Das hohe Niveau der ersten Episoden der vierten Staffel wird, wenn man nach den drei gezeigten Folgen urteilt, gehalten. Die Serie bleibt damit eine der besten Produktionen des deutschen Fernsehens und wurde zu Recht bereits mehrfach ausgezeichnet. Neben den perfekt durchdachten Storys und den pointierten Dialogen überzeugt die Serie vor allem durch ihre unzähligen Referenzen und Seitenhiebe auf das deutsche Fernsehen. Kaum eine Sendung ist vor den Lästerein von Pastewka und seinen Freunden sicher. Gesteigert wird dies nur noch durch die zahlreichen ironischen Gastauftritte der entsprechenden Moderatoren und anderer Prominenter in der Serie. In der Geschichte um das Knöllchen muss Pastewka beispielsweise Einspieler für die «Hit Giganten» einsprechen und regt sich dabei vehement über die Omnipräsenz von Axel Schulz auf, der sein Gesicht vor jede Kamera halten würde. Ingesamt ist diese Folge die beste des Tages.

Entgegen den Vorankündigungen zur Veranstaltung erfährt der Zuschauer jedoch keine Details zu den Dreharbeiten der Serie. Die Auftritte von Pastewka und seinen Co-Stars beschränken sich bedauerlicherweise auf ein paar zweifelsohne witzige Einlagen und Ankündigungen. Lediglich ein kurzer Zusammenschnitt der Outtakes lässt erahnen, wie es am Set zugeht. Interessant wäre zum Beispiel gewesen, wie die Verleihung des Grimme-Preises in die Serie integriert werden konnte. Wurden diese Szenen komplett nachgedreht oder mit Originalszenen kombiniert? Schade, hier hatte man sich mehr erhofft, wenn ein Großteil der Besetzung und des Stabs anwesend sind.
