
Innerhalb der letzten Episode der zweiten Staffel «Press Gang» wurde ein neuer Charakter eingeführt, der den Namen Brian Magboy trug. Während der Figur im Umfeld der fiktiven Redaktion großes Unheil wiederfuhr, war der namensspendende Mann in der Realität für Moffats Herzschmerz verantwortlich: Die eskaliernde Entfremdung zu seiner Ehefrau Maggie und nicht zuletzt deren Beziehung zu einem gewissen Brian, führte letztlich zur Scheidung. Diese gesamte Begebenheit verarbeite Moffat mit «Joking Apart», seiner ersten Sitcom, die sich um die anfängliche Liebe und die Trennung eines Autoren zu seiner persönlichen Krone der Schöpfung drehte. Nach seinem romantischem Tief lernte Moffat durch Zufall auf dem Edinburgh Television Festival Sue Vertue kennen, mit der er nicht nur ein berufliches, sondern auch privates Verhältnis einging. Mit neuem Enthusiasmus stürzte er sich erneut in die Arbeit und kreierte «Chalk», das zwei Staffeln mit jeweils sechs Episoden umfasste und Eric Slatt (David Bamber), einen Englischlehrer und sein Umfeld in Augenschein nimmt. Ein ähnliches Schicksal wie in jüngster Vergangenheit «Huff» ereilte auch «Chalk»: Noch vor dem Start für eine zweite Runde verlängert, kam man über eben diese nicht mehr hinaus. Nachdem Moffat sich mit Vertue vermählt hatte, fragte sie ihn nach einer weiteren Sitcom. Seine Antwort war ein Wort, das er in angetrunkenem Zustand in ihrem Büro auf ein Stück Paper kritzelte: «Coupling».

Susan trennt sich in der Pilotepisode von Patrick (Ben Miles), dem sprichwörtlichem Macho. Systematisch überzeugt er das weibliche Geschlecht von sich, feiert die Begegnung anschließend mit einem One-Night-Stand, den er aufzeichnet und das betreffende Tape schließlich in seinem “Schrank der Liebe” (Im Original “Cupboard of Love”) verwahrt. Ebenso wie seine Kollegin Kate Isitt, die die Rolle der Sally Harper inne hatte, kann Miles nach dem Lebewohl von «Coupling» wenige Engagements aufweisen. Sally, die nebst dem Frischfleisch als tatsächlicher Love Interest für Patrick zählt, ist die beste Freundin Susans und ständig besorgt über ihr Alter sowie ihren größen Feind, das Gesäß. Nummer drei der männlichen Besetzung und offenkundiger Star der Serie ist Jeff, dargestellt von Richard Coyle, der in absehbarer Zeit als Jake Gyllenhaals älterer Bruder in «Prince of Persia: Sands of Time» zu sehen sein wird. Ganz im Gegensatz zu Patrick ist es Jeff nicht einmal möglich, mit Frauen eine normale Konversation zu führen. Dafür schlüpft ihm zu oft das Wort Brüste über die Lippen. Vervollständigt wird der Cast der ersten drei Seasons von Gina Bellman alias Jane, die mit ihrer egoistischen, verdrehten Art jederman in den Wahnsinn treibt. Bellman hat viel aus ihrem Talent gemacht: Nach der Miniserie «Jekyll», die ebenfalls von Steven Moffat stammt, machte sie den Sprung nach Übersee und ist nun festes Mitglied der «Leverage»-Gang auf dem Kabelsender TNT. Erst kürzlich meinte die 43-Jährige in einem Interview, jederzeit alles fallen lassen zu werden, sollte sich Moffat sie in einem seiner neuen Projekte wünschen.
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