Welche der nominierten Darstellerinnen hat beim Rennen um den Emmy die Nase vorn? Und das auch verdient?


Julie Bowen für «Modern Family»
Sofia Vergara für «Modern Family»
Kristen Wiig für «Saturday Night Live»
Jane Krakowski für «30 Rock»
Holland Taylor für «Two and a half Men»
Die Zahlen: 2005, 2007 und 2008. In diesen Jahren war Holland Tyler für ihre Rolle als Evelyn Harper in der Erfolgssitcom «Two and a half Men» nominiert. Ausgezeichnet wurde sie bisher noch nicht – womit sie keineswegs alleine dasteht: Auch ihre diesjährige Konkurrentinnen haben noch keinen Emmy im Regal stehen. Kristen Wiig war für ihre etwaigen Rollen in «Saturday Night Live» immerhin schon im vergangenen Jahr nominiert. Damals hatte sie noch eine geringe Chance. Das sieht 2010 anders aus: Mit Lynch kann sich Wiig nicht messen – ebensowenig die vier übrigen Frauen.

Julie Bowen und Sofia Vergara spielen Seite an Seite in «Modern Family», wodurch sie automatisch die Stimmen und Gemüter teilen. Bowen kommt dank subtilen Sarkasmus insgesamt besser weg, besteht aber genausowenig gegen Lynch. Während sich die Besetzung von «Glee» aber Jahr für Jahr erweitern wird, bleibt der geniale Cast von «Modern Family» derselbe. Nominierungen und berechtigte Chancen wird es also auch künftig noch geben. Dieses Jahr gibt es an Coach Sylvester vernünftigerweise kein Vorbeikommen. Auch Holland Taylor kann daran nichts ändern. Für sie wird es den Emmy wohl erst im letzten Jahr der frivolen Sitcom geben – also wenn Charlie Sheen die schwedischen Gardinen irgendwann gar nicht mehr los wird.
Die Vergessenen: Busy Philipps aus «Cougar Town» und Alison Brie als Annie aus «Community». Brie hat bewiesen, den Spagat zwischen Drama («Mad Men») und Comedy perfekt zu beherrschen.
Wer sollte gewinnen: Jane Lynch. Das Talent muss belohnt werden.
Wer wird gewinnen: Jane Lynch.