Ein Depp als Tourist, die Rückkehr nach Narnia, zwei Depardieus und Ulmens neue alte Rolle. Quotenmeter.de stellt die wichtigsten Kinoneustarts der Woche vor.
«Small World»
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«Small World» erzählt die Geschichte des an zunehmender Altersdemenz leidenden Konrad (Depardieu), der nach einem von ihm versehentlich verursachten Brand im Landhaus seiner einstigen Ziehfamilie von dieser noch mehr auf Abstand gehalten wird als ohnehin schon. Dass Konrads Kurzzeitgedächtnis sich mehr und mehr verschlechtert, er sich zugleich aber auch an längst Vergessenes aus Kindertagen erinnert, scheint sie dabei nur noch mehr zu beunruhigen. Einzig Simone (Lara), die frisch in die Familie eingeheiratete Schwiegertochter von Konrads Jugendfreund, beschließt den verwirrten Mann bei der Aufarbeitung seiner Vergangenheit zu unterstützen und stößt dabei auf düstere Geheimnisse.
OT: «Small World» von Bruno Chiche; mit Gérard Depardieu, Alexandra Maria Lara, Niels Arestrup, Françoise Fabian und Nathalie Baye.
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Auch Gérard Depardieus Sohn ist in dieser Woche bei den deutschen Kinostarts vertreten. Und das gleich mit zwei Filmen. So ist er neben «A Real Life» ab Donnerstag auch in dem Drama «The Way Beyond» zu sehen. Tragischerweise handelt es sich bei diesen Produktionen aber auch um die letzten beiden Kinoauftritte des französischen Schauspielers, verstarb Guillaume Depardieu doch bereits im Oktober 2008, im Alter von gerade einmal 37 Jahren, an den Folgen einer akuten Lungenentzündung. Im minimalistisch inszenierten Drama «A Real Life», das seine französische Kinoauswertung bereits vor über einem Jahr erfuhr, verkörpert er den Dieb Bruno, der sich in die Lehrerin Isabelle (Florence Loiret Caille) verguckt, als er ihr erste Hilfe leistet (und obendrein die Armbanduhr stiehlt). Somit beginnt eine äußerst ungewöhnliche Liebesbeziehung, in deren Verlauf das ungleiche Paar bald sogar vor der Polizei in die Natur flieht.
OT: «Au voleur» von Sarah Leonor; mit Guillaume Depardieu, Florence Loiret Caille, Jacques Nolot, Fejria Deliba und Pascal Reneric.
«Vater Morgana»
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So ist er für den Überfall auf einen der Geldtransporter verantwortlich, für dessen Sicherheit Lutz zuständig war. Als wäre dies nicht schon Schmach genug, wird Lutz selbst auch noch verdächtigt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Zu allem Überfluss kann sich Walther nicht mehr an das Versteck erinnern, zu dem er das erbeutete Geld gebracht hat, da er an fortschreitender Demenz leidet, wovon sein Sohn bis dato noch nichts wusste. Lutz sieht sich fortan also nicht nur mit dem Problem konfrontiert, seine eigene Unschuld zu beweisen, sondern auch endlich eine Beziehung zu seinem kranken Vater aufzubauen, der eigentlich nur darum bemüht ist, sich auf seine kauzige Art mit seinem entfremdeten Sohn zu versöhnen. Ob es Regisseur und Co-Autor Till Endemann («Vom Ende der Liebe») dabei gelungen ist, eine ausgewogene Balance zwischen komischen Momenten und den der Thematik (die in ernsterem Kontext in dieser Woche auch in «Small World» Einzug findet) angemessenen Zwischentönen zu finden, zeigt sich ab Donnerstag in den deutschen Kinos.
OT: «Vater Morgana» von Till Endemann; mit Christian Ulmen, Michael Gwisdek, Felicitas Woll, Marc Hosemann und Heinz Hoenig.