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„Der geplante Rundfunkbeitrag ist einfach gerecht. Komplizierte Nachfragen, welche Geräte in welcher Anzahl von wem zu welchem Zweck zum Empfang bereit gehalten werden, entfallen und die Privatsphäre hinter der Wohnungstür wird besser geschützt. Und natürlich besteht weiterhin die Befreiungsmöglichkeit aus sozialen Gründen“, schilderte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust. Zudem würden rund 1,5 Millionen Teilnehmer durch den Wegfall der Mehrfachgebührenpflicht entlastet. Laut Prognosen der Landesrundfunkanstalten sollen die Erträge nicht über dem Niveau von 2009 liegen, so Boudgoust weiter. Nach der Vorstellung der Länderchefs soll die bisherige Gebühr von 17,98 Euro beibehalten werden.
Auch ZDF-Intendant Markus Schächter sprach sich in Mainz für das neue Modell aus, das die Interessen der Gebührenzahler und die Veränderungen der digitalen Medienwelt gleichermaßen berücksichtige. „Der Rundfunkbeitrag hat große Vorteile gegenüber dem bisherigen Modell. Er ist einfacher, effektiver und sorgt für mehr Beitragsgerechtigkeit. Im Bereich der Wirtschaft werden viele kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere Handwerksbetriebe, entlastet“, sagte Schächter. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht für Qualität, Zuverlässigkeit und journalistisches Augen-maß. So ein Angebot braucht eine sichere und transparente Finanzierung, ohne die Gebührenzahler übermäßig zu belasten“, ergänzte Deutschlandradio-Intendant Willi Steul.