«Super 8»
In dieser Woche startet der langersehnte neue Film von «Lost»-Co-Schöpfer und «Star Trek»-Regisseur J.J. Abrams in den deutschen Kinos. Sidney Schering hat «Super 8» bereits vorab gesehen und verrät in seiner Quotenmeter.de-Kinokritik, ob die Mischung aus Kinderdrama und Monster-Action funktioniert.
OT: «Super 8» von J.J. Abrams; mit Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Ron Eldard und Noah Emmerich.
«Die Schlümpfe»
Die Schlümpfe können mittlerweile auf eine über 50jährige Geschichte zurückblicken. Einst vom belgischen Comiczeichner Peyo (1928-1992) erdacht, hatten sie im Jahr 1958 ihren ersten Auftritt als Nebenfiguren in dessen Reihe «Johann und Pfiffikus», wobei ihr deutschsprachiges Debüt damals noch gut zehn Jahre
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Dabei haben sie den Weg der Kombination von realen Schauspielern mit computeranimierten Schlümpfen gewählten. Präsentiert wird das Ganze natürlich in zeitgemäßem 3D. Am Grundkonflikt der Geschichte hat sich derweil jedoch nicht viel geändert. Noch immer versucht der böse Zauberer Gargamel (Hank Azaria, «Godzilla») die Schlümpfe in seine Finger zu bekommen. Als es ihm eines Tages tatsächlich gelingt, zu ihrem geheimen Dorf zu gelangen, nehmen die kleinen Bewohner Reißaus. Ein paar von ihnen, unter anderem auch Papa Schlumpf (dt. Sprecher: Reiner Schöne) und Schlumpfine (dt. Sprecherin: Nadine Warmuth), geraten auf der Flucht jedoch zufällig durch ein magisches Portal, das sie direkt ins heutige New York katapultiert. Fortan müssen sie sich in der ihnen fremden Umgebung zurecht und einen Weg in ihre Welt zurück finden. Unterstützung erhalten sie dabei vom Werbedesigner Patrick (Neil Patrick Harris, «How I Met Your Mother») und seiner Frau Grace (Jayma Mays, «Glee»). Dennoch gestaltet sich eine Rückkehr schwieriger als gedacht, denn auch Gargamel ist durch das Portal gelangt und verfolgt weiter seine finsteren Pläne. Spätestens beim Blick auf die Filmografie von Regisseur Raja Gosnell kommt der Verdacht auf, dass die Neuauflage der «Schlümpfe» als seichte Unterhaltung wohl tatsächlich in erster Linie auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten wurde. Ob für Fans der blauen Wesen zwischendurch dennoch der Charme ihrer geliebten Figuren aufblitzt, zeigt sich ab dieser Woche in den deutschen Kinos.
OT: «The Smurfs» von Raja Gosnell; mit Neil Patrick Harris, Jayma Mays und Hank Azaria.
«Blue Valentine»
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Anlass genug für die produzierende Weinstein Company Protest einzulegen, ist durch ein NC-17-Rating ein kommerzieller Flop geradezu vorprogrammiert, da sich viele US-Kinos weigern, einen solchen Film überhaupt in ihr Programm aufzunehmen. Doch die Bemühungen waren am Ende von Erfolg gekrönt. «Blue Valentine» wurde schließlich auf ein R-Rating, die zweithöchste US-Freigabe, herabgestuft und war somit auch für Zuschauer unter 17 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen zugänglich. Für den deutschen Kinostart erhielt das Drama von der FSK nun übrigens problemlos eine Freigabe ab zwölf Jahren, sodass sich die Zuschauer hierzulande voll und ganz auf die tragische und mit zahlreichen Rückblenden angereicherte Geschichte des Films einlassen können. In deren Mittelpunkt steht ein einst glücklich verliebtes Paar, gespielt von Ryan Gosling («Wie ein einziger Tag», «Das perfekte Verbrechen») und Michelle Williams, das sich mit unlösbar scheinenden Beziehungsproblemen konfrontiert sieht und daher verzweifelt versucht, wieder etwas von der alten Leidenschaft aufflammen zu lassen.
OT: «Blue Valentine» von Derek Cianfrance; mit Ryan Gosling, Michelle Williams, Faith Wladyka, John Doman und Mike Vogel.
«Plötzlich Star»
Die derzeit noch immer bei einem jungen Publikum sehr populären modernen Disney-Serien sowie die in ihnen hochgezüchteten Teeniestars sind wohl ein Phänomen für sich. Allen voran sicherlich nach wie vor Miley Cyrus alias Hannah Montana, die nach millionenfach verkauften CDs und Büchern sowie mehreren
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Mit der von Nicole Kidman koproduzierten romantischen Komödie «Plötzlich Star», in der sie nach zahlreichen Auftritten in Fernsehfilmen erst ihre zweite größere Kinohauptrolle absolviert, versucht sie nun allerdings auch auf der großen Leinwand stärker Fuß zu fassen. In dem von Tom Bezucha («Big Eden», «Die Familie Stone») inszenierten Film spielt sie die Highschool-Absolventin Grace, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin Emma (Katie Cassidy) und ihrer Stiefschwester Meg (Leighton Meester) zur langersehnten Paris-Reise aufbricht. In der Stadt der Liebe angekommen, wird sie schon bald mit einem berühmten It-Girl verwechselt und prompt mit einem Privatjet nach Monte Carlo geflogen. Fasziniert vom High-Society-Leben, belassen es die Mädchen bei dem Irrtum und genießen den Luxus in vollen Zügen. Doch wenig später droht der ganze Schwindel aufzufliegen. Damit dürfte «Plötzlich Star» zweifellos die selbe Zielgruppe ansprechen wie die eingangs erwähnten Serien des Disney Channels.
OT: «Monte Carlo» von Tom Bezucha; mit Selena Gomez, Leighton Meester, Katie Cassidy, Pierre Boulanger und Andie MacDowell.