Am Donnerstag läuft hierzulande «Der gestiefelte Kater» an – nur einer von vielen Neustarts in dieser Woche.
«Perfect Sense»

Nachdem ein LKW-Fahrer in Glasgow an seltsamen, unkontrollierbaren Gefühlsausbrüchen leidet und wenig später seinen Geruchssinn verliert, wird die anerkannte Epidemiologin Susan (Eva Green) mit diesem Fall beauftragt. Sie hat zunächst keine Erklärung für die mysteriösen Symptome und muss in der Folge hilflos mit ansehen, wie sich die Fälle innerhalb kürzester Zeit über Großbritannien bis aufs europäische Festland ausbreiten. Immer wieder leiden Menschen an emotionalen Ausbrüchen, bevor sie nicht nur ihren Geruchssinn, sondern nach und nach alle Sinne verlieren. Längst hat sich die Welle des Unglücks global ausgeweitet, als Susan erstmals auf den Koch Michael (Ewan McGregor) trifft. Da beide bereits oft in ihren Beziehungen enttäuscht wurden, verhalten sie sich zunächst sehr zurückhaltend der anderen Person gegenüber. Doch sie verlieben sich dennoch immer stärker ineinander und geben der Beziehung schließlich eine Chance. Irgendwann, als sich auch der Hörsinn immer mehr verflüchtigt, verlieren sie sich aus den Augen und müssen schnell wieder zueinander finden, bevor sie sich nie wieder sehen können...
OT: «Perfect Sense» von David Mackenzie; mit Eva Green, Ewan McGregor, Connie Nielsen, Stephen Dillane, Ewen Bremner, Denis Lawson und James Watson
«Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod»
Während man in Deutschland 1937 bereits seit einigen Jahren unter der Führung eines fanatischen und grausamen Diktators befand, hatten die Bewohner Spaniens noch ganz andere Probleme zu bewältigen. Nachdem rechte Militärs im Juli 1936 unter Francisco Franco einen Staatsstreich gegen die wenige Monate zuvor

Allerdings täte man de la Iglesia damit Unrecht, wenn man ihn als Trittbrettfahrer bezeichnen würde. Denn der 46-Jährige ist bereits seit seinem ersten Werk «Aktion Mutante» im Jahr 1993 für seine polarisierenden, provozierenden und grotesken Stoffe inmitten der Genres Horror, Science-Fiction und Komödie bekannt. Sein wohl bekanntester Förderer ist der spanische Kult-Regisseur Pedro Almodovar, welcher als Vertreter der kulturellen Jugendbewegung Movida Madrileña nach dem Sturz des Franco-Regimes 1977 seine filmische Karriere begann und sich stets gegen die Gräueltaten des spanischen Diktators aussprach. Almodovar produzierte auch de la Iglesias ersten Streifen und verhalf dem heutigen Präsidenten der spanischen Filmakademie zu einer breiteren Aufmerksamkeit.
Im Jahr 1937 tobt in Spanien der Bürgerkrieg, der auch vor Kultur und Kunst nicht Halt macht. Ein Kommandant der Spanischen Republik unterbricht eine Zirkusvorstellung, denn die Artisten müssen in die Schlacht gegen den Feind aus dem eigenen Land ziehen. Der Dumme August (Santiago Segura) ist der Clown des Zirkus und erweist sich im Duell als besonders blutrünstig. Da die Faschisten den Kampf gewinnen, stecken sie ihn zunächst ins Gefängnis, bevor er wenig später von einem Pferd niedergetrampelt wird. Viele Jahre später tritt sein Sohn Javier (Carlos Areces) in die Fußstapfen seines grausam ermordeten Vaters, als trauriger Clown darf er fortan in einem Zirkus arbeiten. Schnell verliebt er sich dort in die Trapezkünstlerin Natalia (Carolina Bang), doch sein Nebenbuhler ist der hinter den Kulissen brutale Sergio (Antonio de la Torre). Es beginnt ein erbitterter Kampf um die Gunst Natalias zwischen den beiden Clowns, die sogar ihr eigenes Leben dabei aufs Spiel setzen...
OT: «Balada triste de trompeta» von Alex de la Iglesia; mit Carlos Areces, Antonio de la Torre, Carolina Bang, Sancho Gracia, Juan Luis Galiardo, Manuel Tejada und Gracia Olayo