
Am Montagabend ging die erste Episode auf Sendung, und obwohl ABC die Sendung in Anspielung auf die Beschwerden von CBS sogar polemisch als "the show they didn't want you to see" bewarb, wurde sie zumindest in den Augen der US-Branchenbeobachter dem Hype nicht gerecht. So beschreibt Ken Tucker von Entertainment Weekly die Show als ein Format, das kein Mensch "mit Gehirn und Bewusstsein" freiwillig sehen würde. Abseits klischeehafter Realityshow-Kandidaten und unauthentischer Konfrontationen habe «Glass House» nur sein Alleinstellungsmerkmal zu bieten, dass die Zuschauer fast permanent Kontrolle über das Geschehen im Haus haben; weshalb die Bewohner prompt in Schwimmbekleidung gesteckt wurden.
Trotz einiger Parallelen zu «Big Brother» dürfte «Glass House» dem Original auch laut Variety-Kritiker Brian Lowry kaum gefährlich werden. Die Überzahl an Votings, Herausforderungen und Aktionsspielen führe bei «Glass House» zu reinem Chaos: Bei CBS könne man sich unbesorgt entspannen, denn es sei "unwahrscheinlich, dass etwas so schludrig zusammengestelltes von «Big Brother» ablenken wird", und sei es nur, weil «Big Brother» "die etablierte Marke im Bereich sündiger, sommerlicher Machenschaften und Banalität ist."