
Die Fortsetzung des gerade einmal zwei Jahre alten und auch im zweiten Teil von Ikonen des Genres nur so strotzenden Actionfeuerwerks kommt bei der Mehrzahl der Kritiker gar nicht schlecht davon. So ist Jens Bremicker von "looki.de" der Ansicht, dass der Film "durch die Bank weg Spaß" mache, "wo der Vorgänger stellenweise sogar Langeweile hervorgerufen hat". Trotz allem sei die Action "zu weiten Teilen immer noch zu unspektakulär für einen Film, von dem man eigentlich viel mehr erwartet, und trotz eingestreutem Humor nimmt er sich insgesamt doch zu ernst". Seinen Spaß könne man im Kino dennoch haben. Ein recht ähnliches Fazit zieht auch Sebastian Stumbek von "moviereporter.de", wobei seines Erachtens vor allem die Einbindung der Stars besser gelungen ist: "Litt der Vorgänger noch daran, dass viele der Stars fast nur als Deko im Bild standen, hat man sich in diesem Punkt, zumindest was einige wichtige Personen betrifft, gebessert"; vor allem Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger seien "im Vorgänger noch viel zu kurz" gekommen. Regelrecht begeistert ist Bettina Friemel von "moviemaze.de", wobei sie in erster Linie lobende Worte für Regisseur Simon West findet. Ihm sei es "wunderbar gelungen, die bombastischen Action-Szenen mit ruhigeren Momenten zu mischen, in denen sich Barney, Christmas und Konsorten ein Duell der Sticheleien und One-Liner liefern". Zudem dürfe jeder der Stars "genau das machen, was er auch außerhalb der «Expendables» seit Jahrzehnten am besten kann", weshalb sie sich abschließend "bitte mehr davon" wünscht.
OT: «The Expendables 2» von Simon West; mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und Chuck Norris
«To Rome with Love»

Nach seinem großen und nach so vielen Jahren mit eher enttäuschenden Produktionen auch durchaus überraschenden Erfolg «Midnight in Paris» legt Workaholic Woody Allen keineswegs eine Kreativpause ein, sondern präsentiert bereits jetzt seinen neuesten Streich. Die Kritiker jedoch sind überwiegend eher enttäuscht. So urteilt Carsten Baumgardt von "filmstarts.de", dass insbesondere die Episode, in der Allen selbst als Schauspieler mitwirkt, "im luftleeren Raum steckenbleibt, auch weil sich kaum erschließt, worum es Allen hier eigentlich genau geht". Dennoch sei er als Darsteller "ohne Zweifel ein belebendes Element", wenngleich er inzwischen "längst nicht mehr so frisch und agil wirkt wie zu früheren Zeiten". Insgesamt sei der Film "ein wunderschön fotografiertes Klischee-Vollbad, ein wenig konfus und konturlos, aber doch amüsant und abwechslungsreich". Christoph Egger von "nzz.ch" mutmaßt, dass bereits "der banal-einfallslose Titel" andeute, "dass Woody Allen die eine und andere Schwierigkeit mit dem Stoff gehabt haben dürfte". Erstaunlich sei allerdings, "wie hier die Geschichte auf der Ebene der Einheimischen" funktioniere. Deshalb "würden uns [die Amerikaner] nicht fehlen, wenn sie nicht vorhanden wären". Denis Sasse von "filmtogo.net" hält den Film wiederum für "lieblos", da das Gefühl bleibe, "dass Herr Allen dieses Mal hervorragende Darsteller um sich geschart hat, aber nichts mit ihnen anzufangen wusste, weil er eigentlich auch noch gar nichts zu erzählen hatte".
OT: «To Rome with Love» von Woody Allen; mit Jesse Eisenberg, Woody Allen, Penelope Cruz, Roberto Benigni, Alec Baldwin und Ellen Page