
So ist der Hauptdarsteller Felix, gespielt von Ken Duken, zum Beispiel acht Folgen lang komplett ans Krankenbett gefesselt, ist also keineswegs mobil und kann fast nur via Video-Chat mit den anderen Akteuren kommunizieren. In «Add a Friend» tauchen die Zuschauer ein in die Leben von sechs Menschen, die über Webcams miteinander in Verbindung stehen. Sie kommunizieren über Computer und Social Media und tun all das, was früher nur offline geschah: Sie reden und sie streiten sich, sie verlieben und sie belügen sich, sie suchen und sie finden sich, sie gewinnen und verlieren.
Grundsätzlich lässt sich die Serie, auch wenn sie offiziell als Dramedy gilt, aber ebenso wenig kategorisieren wie Showtime-Formate wie «Californication» oder «The Big C» - und das kann durchaus als Lob verstanden werden. Genauso wurde die Serie bisher auch aufgenommen.

„Wir haben ein aktuelles Thema besetzt und mit Top-Ressourcen umgesetzt: herausragende Schauspieler, gute Regie, exzellente Bücher. Genau das macht auch den Erfolg von Produktionen wie «Boardwalk Empire» oder «Falling Skies» aus, wobei wir natürlich keine vergleichbaren Produktionsbudgets zur Verfügung haben“, erklärt Anke Greifeneder, Chefin der Unterhaltungssparte von TNT-Mutterkonzern Turner. Neben Ken Duken und Friedrich Mücke sind Friederike Kempter und Emilia Schüle in wichtigen Rollen zu sehen. Tobi Baumann («Zwei Weihnachtsmänner», «Vollidiot») führte Regie.