
"Ich persönlich würde zwischen 18 und 20 Uhr auf ein Kontrastprogramm setzen, auf Dokumentarfilme und Wissenssendungen", so die ARD-Vorsitzende. Fraglich bleibt, warum sich Piel erst jetzt öffentlich für ein solches Vorabendkonzept am Ende ihrer Amtszeit stark macht: Vor allem zu Zeiten des «Gottschalk Live»-Flops hatten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) vehement für entsprechende Programme im Vorabend des Ersten stark gemacht. Zuletzt hatte auch eine Umfrage der TV-Zeitschrift "Hörzu" ergeben, dass sich die meisten ARD-Zuschauer Dokumentationen und Nachrichten in der Zeit von 18 bis 20 Uhr wünschen.

In ihrer Aufgabe als WDR-Intendantin will sich Monika Piel künftig vor allem für einem eigenen Kanal für die jüngeren Zuschauer bis 29 Jahre stark machen: "Wenn wir den politischen Auftrag bekommen, sollten wir das machen, zusammen mit dem ZDF." Die Anzahl der ARD-Digitalkanäle steht dagegen auf dem Prüfstand: "Wir haben kapiert, dass wir Prioritäten setzen müssen", sagte die Intendantin, die sich außerdem für eine Rückkehr von Thomas Gottschalk am ARD-Samstagabend engagiert – dazu gebe es "konkrete Pläne", so Piel im Interview mit dem "Stern".