Sky steigert sich
- Reichweiten-Zuwachs: Freitag, 20:30 Uhr: Steigerungsrate +30 Prozent; 0,50 Mio. bei Pers. 3+
- Reichweiten-Zuwachs: Freitag, 18:30 Uhr: Steigerungsrate +27 Prozent; 0,23 Mio. bei Pers. 3+
- Reichweiten-Zuwachs: Samstag, 13:00 Uhr: Steigerungsrate +24 Prozent; 0,20 Mio. bei pers. 3+
- Kontakte in Sportsbars: 1. Bundesliga (pro Spieltag): 1,06 Mio. bei Pers. 18 bis 65 Jahre
Auffälligste Veränderung ist, dass man am Samstagnachmittag nicht mehr aus dem doch recht sterilen Studio in Ismaning sendet, sondern wieder direkt aus dem Stadion. Manche betrachten den Schritt als eine Art Notlösung, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass Sky-Sportchef Burkhard Weber seit Monaten gerne eine ganzheitliche Lösung in einem großen Studio umsetzen möchte, aus dem dann die komplette Sendeschiene von 14 bis 24 Uhr kommt. Weil Sky 2013 allerdings unbedingt schwarze Zahlen schreiben will und ein solcher Studioneubau zunächst viel Geld frisst, ging es also näher an’s Geschehen. Nicht weniger aber befürworten eine Sendung direkt aus dem Stadion, weil man eben näher dran an den Akteuren ist.
Weil man bei Sky intern wohl schon sehr genau Richtung Studioneubau schaut - auch wenn dies offen keiner sagen will - befindet sich im Bereich Sky Sport einiges im Umbruch: Es geht nicht um wechselnde Designs bei Europa League, DFB-Pokal, Champions League und den unterschiedlichen Bundesliga-Anstoßzeiten, sondern um grundlegende Dinge, die die CI von Sky Sport betreffen. Abwechslung mag schön und gut sein, aber kein anderer Sender verwässert derzeit optische Grundzüge seines Auftretens im Sportbereich so wie Sky. Dem Erfolg und der eigentlichen redaktionellen Qualität tut das aber freilich keinen Abbruch: Die Bundesliga-Übertragungen des Senders boomen und sind weiterhin eine der großen Säulen. Nicht selten lässt Sky am Samstagnachmittag mit der Bundesliga-Konferenz sämtliche andere Sender hinter sich.
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Verjüngungen gab es zuletzt auch wieder im Bereich der Kommentatoren: Mit Sven Haist hat der Münchner Sender seinen einzigen Neuzugang in dieser Saison; Haist ist ein Eigengewächs, arbeitete schon vorher in der Redaktion des Senders und kam bisher konsequent an jedem Spieltag der zweiten Liga sowie der ersten Runde im DFB-Pokal zum Einsatz. Ansonsten sind es vor allem Kai Dittmann und Wolff Fuß, die auf dem Sprung sind, nach höherem zu greifen. Fuß ist seit Sommer auch als Kommentator für die „Topspiele“ am Samstagabend eingeteilt und kommt über alle Wettbewerbe bislang auf 34 Einsätze – die meisten unter den Top-Reportern des Senders.
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Entsprechend verjüngt wurde seitens Sky auch die Experten-Riege, neu dabei sind seit dieser Saison die Ex-Kicker Christoph Metzelder und Patrick Owomoyela, Lothar Matthäus gab sein Debüt als Sky-Co-Kommentator. Auch hier denkt Sky vorausschauend, muss doch irgendwann damit gerechnet werden, dass die langjährigen Experten Effenberg und Lehmann irgendwann doch ein attraktives Angebot eines Vereins bekommen und dem TV-Engagement den Rücken kehren.
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Denn: Gerade in der Champions League-Gruppenphase, wenn acht Spiele parallel laufen, enden diese nicht alle zeitgleich. Da Sky erst nach Abpfiff des letzten Duells in die Pause geht, verkürzt sich die Zeit auf gut und gerne mal zehn bis elf Minuten. Laut Aussage von Sky bleibt es auch weiterhin dabei, dass man Werbeblöcke mit maximaler Länge von dreieinhalb Minuten schaltet. Nur: Die Länge der Werbeblöcke ist an einem Abend nicht mehr veränderbar – kommt es zu Verzögerungen, kann nur an den redaktionellen Inhalten gekürzt werden und der Zuschauer mag sich gefühlt vorkommen, als würde er Sat.1-«ran» schauen.
Zu den dreieinhalb Minuten Werbung kommen vor und nach jedem Block noch Programmhinweise – wie man sie auch aus dem Privatfernsehen kennt. Im Gespräch mit Quotenmeter.de betonte Sky, dass man regelmäßig aber aus Rücksicht auf die Kunden die Werbeblöcke nicht voll verkaufe, um in der Pause mehr Zeit für die Analyse zu haben. Das betrifft aber eben vor allem Bundesliga-Spiele und nicht die auch in der Werbebranche sehr gefragten Champions League-Partien. Die Kundenzufriedenheit in diesem Punkt sei aber trotzdem hoch, erklärt Sky. Und so zieht der Sender eine sehr positive Bilanz des Bundesliga-Jahres 2013.