Worum dreht sich «Captain America: Civil War», der Beginn von 'Phase drei'?
Die 'Civil War'-Storyline ist eines der berühmtesten und einflussreichsten Events der Marvel-Comicgeschichte – und selbst wenn sich eingefleischte Comicleser bis heute darüber streiten, ob diese Saga qualitativ hochwertig erzählt ist, hat sie sich allein schon aufgrund ihrer Grundidee enormen Respekt erarbeitet: Die Regierung möchte den ausufernden Problemen mit Superhelden und Superschurken Einhalt gebieten und plant ein Gesetz, durch welches Wesen mit übermenschlichen Kräften streng reguliert werden.
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Wir sind davon begeistert, eine Technologie-Vorreiterrolle einzunehmen und möchten das Geschichtenerzählen mittels dieser neuen Technologie so sehr weiterentwickeln, dass auch die Geschichte unseres Films kreativ vorangetrieben wird. Wenn man an einem Marvel-Film arbeitet, haben die Schauwerte selbstredend einen besonderen Wert und niemand ermöglicht es uns besser, diese zu liefern, als IMAX."
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«Captain America: Civil War»-Co-Regisseur Joe Russo im Gespräch mit 'Variety'
Aufgrund des eigenständigen Tonfalls des 'MCU' und der verfahrenen Lizenzlage, wegen der Marvel längst nicht alle bedeutenden Figuren der Comicvorlage auf der Leinwand nutzen kann, wird «Captain America: Civil War» diese Geschichte nur sehr lose adaptieren. Fest steht aber, dass die Regisseure Anthony und Joe Russo angesichts der epochalen Bandbreite dieser Story entschieden haben, mit «Captain America: Civil War» gleich zweifach neue Wege zu beschreiten: Es wird die erste Marvel-Eigenproduktion, die im IMAX-Format gedreht wird – und es wird zugleich der allererste Kinofilm, der eine neue Generation von Digitalkameras verwendet. Diese wurden von den Breitbild-Fachleuten von IMAX in Zusammenarbeit mit den Digitalkamera-Spezialisten der deutschen Firma Arri entwickelt und sollen es den Russos laut 'Variety' ermöglichen, „eine besonders spektakuläre“ Sequenz zum bestmöglichen visuellen wie erzählerischen Ergebnis umzusetzen (siehe auch Infobox).
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Zwei Teammitglieder, die sich nicht mehr grün sind: Im Oktober 2014 überraschten die Schauspieler Robert Downey Jr. und Chris Evans die anwesenden Fans bei einem Marvel-Event. Nach der Ankündigung von «Captain America: Civil War» stimmten sie die Anwesenden auf den Plot ein und übten sich auf der Bühne in einem Popularitätswettstreit.
Marvel
Wie weit reichen noch die Verträge der wichtigsten Marvel-Stammschauspieler?

Wie sieht es mit Spider-Man aus?
Jahrelang hielt Sony Pictures die Filmrechte am von Marvel Comics erschaffenen Superhelden, doch aufgrund der giftigen Fanresonanz auf «The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro» ist Sony an die Marvel Studios herangetreten. Nunmehr teilen sich beide Studios die kreative Kontrolle über den Netzschwinger, der 2017 einen neuen Einzelfilm erhält. Dieser stellt einen Neustart der Spider-Man-Saga dar und ist Teil des 'Marvel Cinematic Universe'. Zuvor soll der neue Spider-Man, der dieses Mal konsequent als 15- oder 16-jähriger dargestellt wird, einen Gastauftritt in einem anderen Marvel-Film absolvieren. «The Cabin in the Woods»-Macher Drew Goddard wird voraussichtlich Regie führen und das Drehbuch verantworten.
Wie lange bleibt Kevin Feige noch bei den Marvel Studios?

Gibt es überhaupt noch Raum für Überraschungen?
Ja. Obwohl Marvel bis ins Jahr 2019 einige Starttermine für sich in Anspruch genommen hat und auch ankündigte, welche Filme das Studio in Angriff nehmen will, ist Marvel noch immer flexibel. Dies zeigte sich etwa, als wenige Wochen nach vollständiger Ankündigung der Pläne für 'Phase drei' bekannt wurde, dass Marvel die Figur des Spider-Man in sein Filmuniversum einarbeiten darf. Unmittelbar nach dieser Meldung kam ein neuer 'Phase drei'-Terminkalender ans Tageslicht. Laut Kevin Feige hält Marvel stets einige Alternativen parat und kann daher jederzeit mit durchdachten Planänderungen überraschen: „Wir haben oftmals zahlreiche Optionen ausgearbeitet, für den Fall, dass etwas nicht aufgeht“, erklärt Feige gegenüber Slashfilm. Einzelfilme für Fanfavoriten wie Black Widow oder Falcon sind demnach weiterhin nicht völlig auszuschließen.