Zur Radio MA
„Auch im Jahr 2016 präsentiert sich das Massenmedium Radio der werbungtreibenden Wirtschaft mit stabiler Performance und somit als konstant attraktiver Werbeträger“, kommentiert Dieter K. Müller, Vorstand Radio der agma, die vorliegenden Daten: „Die aktuellen Radioreichweiten mit einer durchschnittlichen Hördauer von 189 Minuten und Verweildauer von 243 Minuten bestätigen abermals die hohe Akzeptanz und Omnipräsenz von Radio in der Bevölkerung.“Die ma 2016 Radio I dokumentiert auf Basis von 77.266 Interviews die Werbeträger-Reichweiten der meistgehörten Hörfunksender sowie der Vermarktungskombinationen für die deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahren.
Es ist übrigens die zweite Erhebung nach neuer Messmethodik. Erstmals zur MA 2015 II wurde der neue Zensus als Bevölkerungsgrundlage für die Berechnungen verwendet – und laut diesem ist die Anzahl der in unserem Land lebenden Menschen geschrumpft. Während es also im vergangenen Sommer hauptsächlich darum ging, welcher Sender über diesen prozentualen Wert hinaus Hörer verloren hat, lassen sich die Ergebnisse diesmal wieder 1:1 mit der vorherigen Erhebung vergleichen. Die jetzt vorliegenden Zahlen sind übrigens die ersten, die in beiden Wellen auch die neue Umfrage-Methode, die nun auch Interviews an Handys erlaubt, umfasst. Gerade auf jüngeres Publikum ausgerichtete Radio-Stationen hatten vor 2015 gefordert, dass die Telefonumfragen nicht nur auf Festnetznummern durchgeführt werden sollen.
In einigen Regionen machte sich das wohl für Sender von Energy bezahlt, die deutliche Zugewinne verbuchten: Etwa in Berlin, Stuttgart oder Bremen. In München hingegen standen deutliche Verluste für den jungen Sender zu Buche. Unterm Strich steht für die Energy-Kette aber ein Plus von rund 9,5 Prozent geschrieben. Meistgehörtes Einzelprogramm ist derweil weiterhin Antenne Bayern, das Teile seiner deutlichen Verluste des vergangenen Sommers wieder wettmachte und nun auf 1,259 Millionen Hörer kommt. Davor liegt noch Radio NRW mit leichten Verlusten auf über 1,6 Millionen Zuhörer. Radio NRW ist allerdings kein Einzelprogramm, sondern ein Zusammenschluss ganz vieler kleiner und regional arbeitender Studios.
Platz 2 unter den Einzelsendern nimmt erneut SWR 3 ein, das um rund 45.000 Leute auf 1,136 Millionen zulegt. Verschiebungen gibt es dafür auf den Plätzen drei bis fünf, was vor allen an den Verlusten von 1LIVE liegt, das mit 1,017 Millionen Hörern pro Stunde nur noch auf der Fünf rangiert. Neuer Dritter ist somit WDR2 mit rund 1,035 Millionen Zuhörenden ab drei Jahren. Bayern1 kommt auf 1,027 Millionen und ist Vierter.
Die Hörerzahlen im Überblick
● Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen, Bremen
● Nordrhein-Westfalen
● Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland
● Bayern
● Berlin, Brandenburg
● Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
● Nationale Sender
Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
02.03.2016 13:17 Uhr 1
02.03.2016 19:03 Uhr 2
02.03.2016 19:20 Uhr 3