Ich kann natürlich nur für „meine“ «SOKO Wien» sprechen. Und da stimme ich zu: 90 Minuten Sendezeit bieten der Geschichte deutlich mehr Raum, mehr Zeit und komplexere Themen lassen sich ausführlicher erzählen als in einer 45-Minuten-Episode.
Vielleicht können Sie erklären, wo man sich Sachen Komplexität um 18 Uhr an seine Grenzen stößt und wo um 20.15 Uhr…
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Der 90-Minüter läuft nun am Donnerstagabend, einen Sendeplatz, den im Januar wieder «Der Bergdoktor» übernimmt. Da sind dann sieben Millionen Zuschauer dabei. Die Messlatte hängt also hoch?
Die Messlatte liegt unabhängig vom Sendeplatz immer hoch. Mit dem «Bergdoktor» messen wir uns da aber gar nicht, beide Formate sind nicht miteinander vergleichbar.
Ich habe ja schon angesprochen, dass mehrere Krimiserien zuletzt als 90-Minüter probiert wurden. Etwa mehrmals «SOKO Leipzig», aber auch «Letzte Spur Berlin». Bei anderen Formaten entstehen solche Filme gerade. Geben solche Primetime-Specials der jeweiligen Marke einen spürbaren Schub?
Die Marke „SOKO“ ist ja ohnehin ein Aushängeschild für’s ZDF. Aber vielleicht erreichen wir ja um 20.15 nochmal andere Zuschauer, die so auf den Geschmack kommen und sich dann auch die neuen Folgen der «SOKO Wien» am Vorabend anschauen.
Wenn wir mal auf 2017 bei der «SOKO Wien» blicken, was können Sie uns schon verraten: Wohin geht der kreative Weg?
Drehbeginn für die nächste Staffel ist erst im April, wir stecken also mitten in der Entwicklungsphase. Aber eines ist sicher: Es bleibt spannend und es wird Überraschungen geben.
Danke für das kurze Gespräch.
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